BA will neue Würm-Verbindung

Initiative für neue Würmbrücke in Obermenzing ‒ BA sieht Handlungsbedarf

„Diese Brücke braucht kein Mensch“, sagt Franz Grandl über den Würmsteg auf Höhe der Samerhofstraße 5 bis 9.
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„Diese Brücke braucht kein Mensch“, sagt Franz Grandl über den Würmsteg auf Höhe der Samerhofstraße 5 bis 9.
  • Andreas Schwarzbauer
    VonAndreas Schwarzbauer
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  • Ursula Löschau
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Ein Obermenzinger ist für eine Verbindung auf Höhe des Neubaugebietes statt eines überflüssigen Stegs, der an der Pippinger Straße in einer Sackgasse endet. BA sieht das ähnlich.

Update: 14. Oktober 2021:

BA will neue Würmbrücke oder einen neuen Rad- und Fußweg

Obermenzing - Der örtliche Bezirksausschuss fordert eine weitere Brücke über die Würm. Der bestehende Steg für Fußgänger und Radler auf Höhe der Samerhofstraße endet an der Pippinger Straße in einer Sackgasse.

Deshalb hat sich der Obermenzinger Franz Grandl (Foto oben) gewünscht, die Brücke rund 150 Meter nach Süden zu verlegen. Dort gelangt man über eine Ampel auf die Bassermannstraße.

Eine Verlegung der Brücke ist für den BA allerdings keine Option, da dies teurer ist als der Neubau einer weiteren Überquerung. „Dann hätten wir allerdings die nicht-genutzte und die neue Brücke sowie 500 Meter weiter die Autobrücke bei St. Wolfgang.

Deshalb hätte der Neubau bei der Stadt keine Priorität und würde wohl bis zum St. Nimmerleinstag dauern“, meinte CSU-Sprecher Sven Wackermann. Er plädierte dafür, stattdessen von der Brücke eine neue Rad- und Fußwegverbindung zur Ampel auf Höhe der Bassermannstraße anzulegen.

Auch Franziska Messerschmidt (SPD) zeigte sich wegen der Kosten skeptisch. Das Gremium einigte sich dennoch einstimmig darauf, eine neue Brücke zu fordern. Falls dies nicht zeitnah umsetzbar sei, soll der neue Rad- und Fußweg kommen.

Erstmeldung vom 22. September 2021:

Initiative für neue Würmbrücke in Obermenzing ‒ Den bisherigen Steg „braucht kein Mensch“

Auf Höhe der Samerhofstraße 5 bis 9 führt ein schmaler Steg vom Grünzug über die Würm zur Pippinger Straße. Und dort steht man dann am Straßenrand – ohne Geh- oder Radweg, auf dem man sicher nach Norden oder Süden weiterkäme. „Diese Brücke ist völlig nutzlos“, findet deshalb Franz Grandl (70).

Er schlägt vor, diesen Würmsteg etwa 150 Meter nach Süden, auf Höhe der Bassermann- und Feichthofstraße zu versetzen. Von den Brückenenden sollen Geh- und Radwege zu den genannten Straßen führen.

Viel nützlicher wäre Franz Grandls Meinung nach eine Radler- und Fußgänger-Brücke über die Würm auf der Achse Bassermann-/Feichthofstraße, wo jetzt schon ein Trampelpfad existiert.

„Mit dieser neuen Brücke wird sowohl der Schirmerweg, Richtung Pasing/Obermenzing, als auch die Feichthofstraße, Richtung Nymphenburg, und umgekehrt die Bassermannstraße, Richtung Neubaugebiet optimal angebunden“, schreibt der Obermenzinger in einem Antrag an den örtlichen Bezirks­ausschuss.

Entschärft würde seiner Meinung nach auch das „gefährliche Nadel­öhr“ für Fußgänger und Radler zwischen der Einmündung der Bassermann- in die Pippinger Straße und der Ampel an der Kirche St. Wolfgang. Dort befindet sich die nächste Würmbrücke.

„Welcher Radfahrer fährt bis dahin schon gerne auf der Pippinger Straße? Also ich nicht!“, sagt Grandl. Und er mahnt: „Mit Bezug der 330 neuen Wohnungen an der Lipperheidestraße wird der Verkehr an dieser Ecke insgesamt noch zunehmen, Autos genauso wie Fußgänger und Radfahrer. Es muss doch hoffentlich nicht erst etwas passieren.“

Initiative für neue Würmbrücke in Obermenzing anstatt es bisherigen Stegs

Der BA Pasing-Obermenzing wird sich voraussichtlich in seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 5. Oktober (19 Uhr, Grundschule Grandlstraße 5), mit dem Anliegen befassen.

Auf Hallo-Anfrage beschreibt Viertel-Chef Frieder Vogelsgesang (CSU) seine Sicht der Dinge so: „Die derzeitige Würmbrücke führt zur Pippinger Straße und wurde dereinst sicherlich viel genutzt, zu einer Zeit, als die Straße noch eine Verbindung kleinerer Ansiedlungen darstellte und nur wenig Verkehr führte. Heute ist die Brücke tatsächlich nahezu nutzlos, da die Pippinger Straße für Fußgänger höchst gefährlich ist.“

Er gibt aber auch zu bedenken: „Eine Verlegung nach Süden ist indessen mit nicht unerheblichen Kosten verbunden und erscheint nur sinnvoll mit einem weiteren gesicherten Übergang in Verlängerung zur Bassermannstraße.“

Das Mobilitätsreferat verweist darauf, dass eine „umfassende fachliche Prüfung durch verschiedene Stellen“ nötig sei, darunter das Planungsreferat und insbesondere die Untere Naturschutzbehörde, „da es sich hier um einen Bereich im Landschaftsschutzgebiet handelt.“

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