Doppelter Abschied in Neuhausen

In beiden evangelischen Kirchen in Neuhausen wechseln langjährige geschäftsführende Pfarrer

Christuskirche
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Christuskirche in Neuhausen

Die beiden evangelischen Pfarrgemeinden der Stephanus- und der Christuskirche stehen vor Veränderungen.

Pfarrerin Sabine Arzberger (55) verlässt nach fast 20 Jahren ihre Wirkungsstätte an der Nibelungenstraße. Ihr Kollege Ulrich Haberl (59) hat nach 15 Jahren von der Pfarrei am Dom-Pedro-Platz Abschied genommen. Bis für die beiden geschäftsführenden Pfarrer Nachfolger gefunden sind, werden Monate vergehen.

Pfarrerin Arzberger verlässt die Stephanus-Gemeinde

Sabine Arzberger übernimmt die Pfarrstelle in der Friedenskirche in Bad Wiessee. Ein „Home-Run“ sei es, sagt sie, und „die wohl einzige andere Stelle, die Stephanus Konkurrenz machen konnte“.

Sabine Arzberger verlässt die Stephanus-Gemeinde

Als Jugendliche hat sie in Bad Wiessee gelebt, wo ihre Eltern noch immer wohnen. Ihr heute 80-jähriger Vater war früher selbst Pfarrer dort. „Es ist gar nicht schlecht, den eigenen Vater auch mal als Vertretung einspannen zu können“, sagt sie lachend. Gleichzeitig fällt ihr der Abschied von der Stephanus-Gemeinde nicht leicht.

St. Stephanus

„Es gibt nichts, was mich hier wegtreibt – im Gegenteil“, sagt sie. Schließlich hat sie seit 2001 viele Besonderheiten der Gemeinde mit rund 4400 Mitgliedern mitgeprägt und -gestaltet: vom Stephanus-Kindergarten über die Kirchenmusik mit zahlreichen Chören und Ensembles bis hin zu ihren „Gottesdiensten für alle Generationen“ und der Mitwirkung an Stadtteilveranstaltungen wie den „Kultüren“.

Jetzt bedauert sie vor allem, dass ihr Abschied am Erntedankfest (4. Oktober) coronabedingt nur mit begrenzter Teilnehmerzahl stattfinden kann. „Dass man sich nach 20 Jahren nicht so von allen verabschieden kann, wie man möchte, das ist bitter.“ Über ihre Nachfolge wird voraussichtlich erst Mitte 2021 entschieden. Zuerst müsse das Pfarrhaus saniert werden, erklärt Arzberger.

Pfarrer Haberl verlässt die Christuskirche

Wer die Leitung der Christuskirche übernimmt, die mit 8500 Mitgliedern die größte Gemeinde im Dekanat München ist, wird wohl erst gegen Jahresende bekannt sein. Ulrich Haberl hat diese Aufgabe bereits abgegeben und ist seit kurzem Pfarrer in Herrsching am Ammersee.

Ulrich Haberl verlässt die die Christuskirche

„Mein Wechsel nach 15 Jahren wird der Christuskirche und auch mir neue Perspektiven ermöglichen“, sagt der 59-Jährige und denkt am liebsten an „die vielen fröhlichen Feste“ in der Neuhauser Pfarrei zurück. Seine Spezialität: Als Kirchenclown und Narrenpfarrer sorgte Haberl häufig für Überraschungen.

ul

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