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Hunde-Verbot auf Postwiese: Neuhauser schlagen Kompromiss vor – Stadt München verweist auf Eigentümerwechsel

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Von: Ursula Löschau

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Bürger wollen zumindest einen Teil der Postwiese (rechts im Hintergrund) für ihre Hunde zurückgewinnen. Die grünen Poller dort bedeuten, dass Hunde nicht mitgeführt werden und auch nicht frei laufen dürfen. Nur auf einem schmalen Streifen südlich der Paketposthalle ist das seit kurzem erlaubt.
Bürger wollen zumindest einen Teil der Postwiese (rechts im Hintergrund) für ihre Hunde zurückgewinnen. Die grünen Poller dort bedeuten, dass Hunde nicht mitgeführt werden und auch nicht frei laufen dürfen. Nur auf einem schmalen Streifen südlich der Paketposthalle ist das seit kurzem erlaubt. © Ursula Löschau

Ein Teil der Neuhauser ist empört, denn sie dürfen mit ihren Hunden nicht mehr auf die Postwiese. Jetzt kämpfen sie um die Aufhebung des Verbotes für Hunde...

NEUHAUSEN Lange sei sie ein Ort der Begegnung gewesen, die Postwiese zwischen der früheren Paketposthalle und dem „Pandion“-Neubaukomplex an der Schäringerstraße. „Anwohner und Hundebesitzer haben sich hier getroffen, Kinder und Hunde haben miteinander gespielt“, erzählt Florian Hellige. Jetzt sei „die riesige Wiese fast immer ungenutzt“.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Der Grund: Im vergangenen Juni wurden dort sogenannte Hundepoller aufgestellt und den Vierbeinern damit das Betreten der Fläche untersagt. Dieses Verbot will eine Gruppe von 26 Hundebesitzern und Anwohnern nun so weit es geht rückgängig machen und hat sich dazu Hilfe suchend an den Bezirksausschuss Neuhausen-Nymphenburg gewandt.

Diese grünen Poller auf Spiel- und Liegewiesen bedeuten, dass Hunde hier nicht mitgeführt werden und auch nicht frei laufen dürfen. Wer gegen die Regeln der Grünanlagensatzung verstößt, muss mit einem Bußgeld rechnen.
Diese grünen Poller auf Spiel- und Liegewiesen bedeuten, dass Hunde hier nicht mitgeführt werden und auch nicht frei laufen dürfen. Wer gegen die Regeln der Grünanlagensatzung verstößt, muss mit einem Bußgeld rechnen. © Ursula Löschau

Hunde-Verbot auf der Postwiese: Anwohner kämpfen für Aufhebung

Antragstellerin Begoña González Otero fasst in einem Brief an den BA zusammen: „Unser Anliegen ist es, dass wenigstens ein Teil dieser Fläche zukünftig wieder von Hunden betreten werden darf, da uns in unserer Nachbarschaft keine anderweitigen Flächen zur Verfügung stehen, um unsere Hunde miteinander spielen lassen zu können.“ Und zwar ohne Leine, denn nur so würden es die Tiere lernen, sich zu sozialisieren, erklärt Hundehalterin Uschi Krause.

„Inzwischen gibt es vom Hauptbahnhof bis zum Hirschgarten keine geeignete Wiese mehr“, sagt sie. Eine der letzten Flächen im Arnulfpark sei bereits 2020 eingeschränkt worden, 2021 dann auch die Postwiese. Der Hirschgarten hingegen sei für viele Ältere oder Mobilitätseingeschränkte zu weit entfernt und ohnehin „extrem hoch frequentiert“. Dabei findet Begoña González Otero, dass die kommunale Daseinsvorsorge auch tierfreundliche Grünflächen einschließen müsse.

Hunde-Verbot auf der Postwiese: Empörung stößt auf Verständnis bei der Viertel-Chefin

Die Initiatoren schlagen also vor, den von den Wohnungen abgewandten Teil der Postwiese für Hunde wieder zu öffnen, gegebenenfalls auch einen Bereich einzuzäunen „und diesen als offizielle Hundewiese zu deklarieren“. Auch eine zeitliche Nutzungsbeschränkung könnten sie sich vorstellen.

Der BA will sich in seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 15. Februar, mit dem Thema befassen. „Wir können die Antragsteller aber durchaus verstehen“, deutete Viertel-Chefin Anna Hanusch (Grüne) jüngst bereits an.

Hunde-Verbot auf der Postwiese: Baureferat erklärt Verbot

Das Baureferat verweist auf eine mit dem BA abgestimmte Planung von 2017: „Demnach besteht etwa die Hälfte der Grünfläche aus einem Kinderspielplatz, der in eine große Wiese für freies Spiel ausläuft. An die Grünfläche grenzt zudem eine Kindertagesstätte an.“

Deshalb sei „aus hygienischen Gründen und auch zum Schutz insbesondere kleinerer Kinder“ die Nutzung des Spielplatzes und der Spielwiese durch Hundebesitzer mit ihren Tieren verboten. Das besage die Grünanlagensatzung. Diese sei dort im Sommer 2021 in Kraft getreten, als die Fläche von der Post an die Stadt übergeben wurde.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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