BA für Pilotprojekt am Hirschgarten

Ganzes Viertel für Radler – Erste Fahrradzone in München?

Was für Fahrradstraßen wie die De-la-Paz-Straße gilt, wird in der Fahrradzone auf alle Straßen übertragen.
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Was für Fahrradstraßen wie die De-la-Paz-Straße gilt, wird in der Fahrradzone auf alle Straßen übertragen.

Bekommen die Radler in München schon bald ihr eigenes Viertel? BA plant Pilotprojekt am Hirschgarten. Wie dies aussehen könnte...

  • BA Neuhausen-Nymphenburg ist für Pilotprojekt am Hirschgarten
  • Überlegungen zur ersten Fahrradzone in München
  • Viele Vorteile wie mehr Sicherheit und nachhaltiger Mobilität sind zu erwarten.

Nymphenburg – Geht es nach dem Bezirksausschuss Neuhausen­-Nymphenburg, wird das Hirschgarten-Viertel südlich vom Romanplatz zur münchenweit ersten Fahrradzone. 

Dort gelten dann die gleichen Vorgaben wie in Tempo-30-­Zonen, kombiniert mit den Regeln für Fahrradstraßen. „Das ist insgesamt ein Plus an Sicherheit und nachhaltiger Mobilität“, findet Martin Züchner (47) aus Nymphenburg, der seit Mai für die Grünen im BA sitzt und die Idee eingebracht hat. 

Vielleicht wird das Hirschgarten-Viertel südlich vom Romanplatz zur münchenweit ersten Fahrradzone. 

Fahrradzonen gibt es seit Inkrafttreten der neuen Straßenverkehrsordnung vor wenigen Wochen. Dort gilt Tempo 30 und „rechts vor links“. 

Der Radverkehr darf weder gefährdet noch behindert werden, Nebeneinanderfahren ist erlaubt. Für Züchner ist das Hirschgarten-Viertel als Modellgebiet besonders gut geeignet: 

„Der Bereich hat unter anderem durch den Hirschgarten und weil dort viele Schüler unterwegs sind einen hohen Anteil an Radverkehr und bereits mehrere ausgewiesene Fahrradstraßen“, erklärt er.

Die Umsetzung sei einfach und kostengünstig: „Man muss nur die Tempo-30-Zone-Schilder an den Zufahrten ins Viertel durch die neuen Fahrradzone-Schilder mit dem Zusatz ‚Anlieger frei‘ ersetzen.“ 

Martin Züchner (47) wohnt seit zwölf Jahren im Hirschgarten-Viertel.

Nachteile für andere Verkehrsteilnehmer sieht er nicht, im Gegenteil: „Auf die Parkplätze hat das keinen Einfluss. Und die Sicherheit für Fußgänger steigt, wenn weniger Leute auf dem Gehweg radeln.“ 

Laut einstimmigem BA-­Beschluss soll der Versuch so lange laufen, bis die Bauarbeiten für die Tram-Westtangente in der Wotanstraße abgeschlossen sind. Damit ist nach jetzigem Stand voraussichtlich 2026 zu rechnen. 

Die Fahrradzone soll auch Schleichwegfahrer fernhalten. 

Über die Auswirkungen des Verkehrsmodells will der BA regelmäßig informiert werden. In der Verwaltung setzt man sich mit der neuen Zonenvariante bereits auseinander. 

„Es wird als begrüßenswert gesehen, das Instrument auszuprobieren. Bislang wurde es in München nicht erprobt“, sagt Ingo Trömer vom Planungsreferat auf Hallo-­Anfrage. 

Nötig seien jedoch „klar sichtbare Markierungen und/oder bauliche Elemente“, damit die Fahrradzonen jederzeit als solche wahrnehmbar sind, sagt Trömer.

ul

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