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Christine Drini ist die neue Pfarrerin der evangelischen Himmelfahrtskirche Pasing

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Pfarrerin Christine Drini will eine offene Kirche für alle.
Pfarrerin Christine Drini will eine offene Kirche für alle. © Andreas Schwarzbauer

Auf die neue Pfarrerin der evangelischen Himmelfahrtskirche in Pasing warten viele Aufgaben – Ihre Pläne und was ihr besonders wichtig ist...

Pasing - Christine Drini heißt die neue Pfarrerin der evangelischen Himmelfahrtskirche in Pasing. Die 56-Jährige übernimmt ab Oktober die Leitung der Gemeinde und folgt damit auf Hans-Martin Köbler, der sich bereits im Februar in die Altersteilzeit verabschiedet hat. Drini ist gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer Tochter (19) ins Pfarrhaus gezogen. Ihr Sohn (21) studiert in Passau.

Evangelische Himmelfahrtskirche Pasing: Das ist der neuen Pfarrerin besonders wichtig

„Das gute Miteinander der Konfessionen und Religionen sowie die blühende Jugendarbeit in Pasing haben mich gereizt.“ Beides seien schon länger Steckenpferde von ihr. Auf ihrer vorherigen Station in Gröbenzell, wo sie neun Jahre tätig war, habe der Schwerpunkt ihrer Arbeit darauf gelegen. „Vor allem die Ökumene ist mir sehr wichtig, weil sie einen wichtigen Beitrag zum Frieden leistet.“ Ein weiterer Pluspunkt ihrer neuen Arbeitsstätte sei die Nähe zu ihren Eltern, die in Puchheim wohnen.

Drini hat aber auch Respekt vor der neuen Aufgabe, da die Kirchengemeinde mit rund 6000 Gläubigen sehr groß ist und sie erstmals eine Leitungsfunktion übernimmt. „Aber ich kenne die Arbeit als Pfarrerin inzwischen so gut, dass ich mir das zutraue.“ Seit fast 25 Jahren ist sie in dem Beruf tätig. Nach ihrem Vikariat, also ihrer praktischen Ausbildung, in Würzburg arbeitete die gebürtige Münchnerin in Bad Kissingen und an einem Gymnasium in Mittelfranken. Anschließend ging sie für zweieinhalb Jahre nach Rio de Janeiro, ehe sie in Gröbenzell landete. Weil dort ihre Stelle gestrichen wurde, folgte nun der Schritt an die Himmelfahrtskirche.

Baupläne an der Himmelfahrtskirche: Christine Drini steht zu Beginn ihrer Amtszeit vor großen Aufgaben

Dort wartet gleich eine „Mammutaufgabe“ auf sie. Die Himmelfahrtskirche hat mehrere Gemeindehäuser geschlossen und will ihren Fokus auf das Pfarrzentrum an der Alten Allee legen. Es soll durch eine Sanierung oder einen Neubau attraktiver werden. Der benachbarte Kindergarten der Kirche zieht zudem in den Pfarrgarten und erhält dort ein neues Gebäude. Dadurch kann der Platz vor der Kirche, der derzeit vor allem als Parkplatz dient, neu gestaltet werden. „Wir wollen ihn künftig nutzen, um die Menschen beispielsweise zu einem Gemeindefest oder einem Familientag einzuladen.“

„Solange ich hier bin, wird mich wohl das Thema Bauen begleiten.“ Die Herausforderung sei es, dabei die Menschen nicht zu verlieren, wenn Gebäude teilweise nicht genutzt werden könnten. „Wir müssen gut planen, uns überlegen, wo unsere Gruppen unterkommen können und vielleicht etwas anmieten. Gleichzeitig müssen wir die Finanzen im Blick haben.“

Wichtig ist es Drini zudem, die Kirche weiter zu öffnen und ihre Angebote sichtbarer zu machen. „Die Menschen entfremden sich immer mehr vom Glauben, suchen aber trotzdem eine Gemeinschaft und Spiritualität. Wir haben da eigentlich gute Angebote“, meint sie. Dies müsse man durch persönlichen Kontakt und eine bessere Öffentlichkeitsarbeit vermitteln.

Sie will auch verstärkt Menschen aus anderen Kulturen ansprechen. „In Gröbenzell haben wir einen Abend gestaltet, zu dem jeder ein typisches Essen von Zuhause mitgebracht hat. Wir haben uns dort über die Werte ausgetauscht, die jedem wichtig sind.“ Das könnte sich Drini auch in Pasing vorstellen.

Willkommen in Pasing

Der Einführungsgottesdienst für Christine Drini findet am Sonntag, 2. Oktober, ab 10 Uhr in der Himmelfahrtskirche, Marschnerstraße 2, statt.

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