Wintersport

München: Eislaufen auf Nymphenburger Kanal verboten

Einbruchgefahr auf dem Nymphenburger Kanal: Die Polizei warnt die Münchner Bevölkerung.
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Einbruchgefahr auf dem Nymphenburger Kanal: Die Polizei warnt die Münchner Bevölkerung.

Auf dem Nymphenburger Kanal ist die Eisdecke noch zu dünn. Eine Person ist bereits ins Eis eingebrochen. DLRG gibt Tipps für das richtige Verhalten

München - Das Eislaufen auf dem Nymphenburger Kanal ist noch nicht möglich. Die Eisdecke sei für den Eissport momentan noch zu dünn, warnt die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung. Durch die Schneedecke seien vorhandene Risse im Eis nicht sichtbar. Hinweisschilder weisen auf die Gefahr hin.

Eislaufen am Nymphenburger Kanal und im Englischen Garten generell verboten

„Allgemein gilt bei künstlichen Gewässern wie beispielsweise im Englischen Garten und im Schlosspark Nymphenburg ein Betretungsverbot. Wer das Eis trotzdem betritt, handelt auf eigene Gefahr“, so die Schlösser- und Seenverwaltung.

Am 5. Januar war bereits eine Person im Eis eingebrochen. Auch die Münchner Polizei warnt deshalb vor dem Betreten des Eises: „Die Eisfläche des Schlosskanals in Nymphenburg ist nicht tragfähig.“ Sie befürchtet, dass dennoch viele Menschen zum Schlittschuhlaufen an den Kanal kommen werden.  „In diesem Bereich werden wir deshalb in den nächsten Tagen verstärkt Streife fahren“, kündigt ein Polizei-Sprecher an.

Vergangenes Jahr sorgte etwas anderes am Nymphenburger Kanal für Ärger.

Das sollten sie beim Eislaufen brachten

Auch die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) empfiehlt: „Man sollte nicht gleich an den ersten kalten Tagen auf das Eis gehen und vor allem auch nie alleine unterwegs sein“, so Sprecher Nils Neumann. „Wenn man merkt das Eis trägt nicht, sollte man Ruhe bewahren, sein Körpergewicht durch Hinlegen möglichst großflächig verteilen und andere auf die Notsituation aufmerksam machen.“  

Wenn jemand ins Eis eingebrochen ist, sollte man sofort über den Notruf 112 die Rettungskräfte zu verständigen. „Unternehmen Sie nur Rettungsversuche, wenn Sie sich dabei nicht selbst in Gefahr bringen“, sagt Neumann. Auch in diesem Fall gilt, dass Körpergewicht möglichst großflächig zu verteilen. „Robben Sie auf allen Vieren. An den meisten Gewässern stehen Rettungsgeräte (zum Beispiel Leitern) zur Verfügung, die dabei helfen können, das Gewicht auf der Eisfläche zu verteilen.“

Auch Hundehalter sollten aufpassen und ihre Tiere in der Nähe von Gewässern an die Leine nehmen. „Wenn Ihr Hund eingebrochen ist, gehen Sie nicht aufs Eis, um ihn zu retten. Das Einbrechen des Tiers ist ein Warnzeichen: Eis, das einen Hund nicht trägt, trägt erst recht keinen Menschen. Rufen Sie Rettungskräfte“, so Neumann weiter.

Gefahr trotz scheinbar dicker Eisdecke

Die DLRG empfiehlt Eis immer erst nach vielen Tagen mit starkem Nachtfrost zu betreten. Bei Seen sollte die Eisdecke mindestens 15 Zentimeter dick sein. Aber selbst dann besteht noch Gefahr: „Über fließendem Wasser wächst die Eisschicht langsamer als auf stehendem. Daher besteht besondere Gefahr an Zu- und Abflüssen, an Quellen im See, die Strömungen verursachen, und an bewachsenen Uferstellen.“

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