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Edeka an Kaspar-Kerll-Straße soll im Februar schließen – Anwohner und BA setzen sich für Erhalt ein

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Angela Scheibe-Jäger (vorne rechts) und viele Anwohner hoffen auf einen Erhalt des Marktes.
Angela Scheibe-Jäger (vorne rechts) und viele Anwohner hoffen auf einen Erhalt des Marktes. © Andreas Schwarzbauer

Für viele Senioren ist der Edeka an der Kaspar-Kerll-Straße lebensnotwendig, dennoch soll er jetzt schließen. Was der BA und die Bürger dagegen tun wollen...

Update, 2. Februar:

Der Biosupermarkt Vollcorner übernimmt von Edeka die Filiale an der Kaspar-Kerll-Straße in Obermenzing. Das bestätigt Sprecher Willi Pfaff. „Der Laden befindet sich in einer Wohngegend, was sehr gut zu unserem Konzept, der Nahversorgung mit Bio-Lebensmittel, passt. Der Eröffnungstermin sei noch offen. Er hänge von der Lieferung der Einrichtung und Kühlmöglichkeiten ab. „Wir hoffen den Markt im Mai oder Juni 2022 eröffnen zu können“, sagt Pfaff.

Pasing Lebensnotwendig sei der Edeka Express an der Kaspar-Kerll-Straße in Pasing-Obermenzing für die zahlreichen älteren Bewohner des Viertels, meinte Angela Scheibe-Jäger. Deshalb kämpfte sie im BA für den Erhalt, denn Mitte Februar soll die Filiale schließen. Der Mietvertrag endet. „Darüber hinaus ist die Weiterbetreibung aufgrund des hohen Investitionsbedarfs nicht darstellbar“, teilte Sprecher Christian Strauß mit.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Die Anwohner waren darüber entsetzt. Es sei eine Katastrophe, denn in der Umgebung existierten keine vergleichbaren Einkaufsmöglichkeiten. „Durch Ihre Planung wäre ein ganzes großes Wohnviertel von einer akzeptablen Lebensmittelversorgung völlig abgehängt“, haben Rosina und Helmut Jany an das Unternehmen geschrieben.

Edeka-Schließung in Pasing: Senioren demnächst ohne Einkaufsmöglichkeit?

Die nächstgelegenen Supermärkte seien mindestens eineinhalb Kilometer entfernt. Zwar hat im Neubaugebiet an der Paul-Gerhardt-Allee ein neuer Edeka eröffnet. Doch: „Der nutzt mir nichts. Ich kann mit meinen Krücken nicht so weit gehen“, kritisierte Irmgard Springenschmid. Eine Busverbindung dorthin gebe es nicht.

So wie ihr geht es vielen der älteren Bewohner zwischen der Offenbachstraße und Paul-Gerhardt-Allee. „Hier wohnen so viele Senioren und der Laden ist der Mittelpunkt der Siedlung“, sagte Anja Schwartz. Er sei auch ein wichtiges Kommunikationszentrum, an dem sich die Nachbarn träfen und sich beim Einkaufen austauschen könnten.

In dem Supermarkt herrsche „zu jeder Tageszeit lebhafter Betrieb“, hat das Ehepaar Jany beobachtet. Denn nicht nur bei den Anwohnern sei er beliebt. „Die Express-Filiale Kaspar-Kerll-­Straße schätzen obendrein viele Kunden, die mit dem Auto – oft auf dem Nachhauseweg von der Arbeit – vorbeikommen und dort immer gute Parkmöglichkeiten vorfinden.“ Sie appellierten daher an die Edeka-Zentrale, sich der Verantwortung als Nahversorger bewusst zu werden und den Laden nicht zu schließen.

Unterstützung erhielten sie vom Bezirksausschuss. Das Gremium fordert auf Antrag von Scheibe-Jäger (SPD) die Stadt einstimmig auf, gegen die Schließung zu intervenieren. Doch scheinbar vergeblich. Allerdings gibt es Grund zur Hoffnung. Wie Scheibe-Jäger kurz vor Redaktionsschluss mitteilte, sei mit dem Bio-Supermarkt „Vollcorner“ ein Nachfolger gefunden worden.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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