Pflegende mit Kräften am Anschlag 

Demonstrationen für bessere Arbeitsbedingungen in München: Pflegekräfte fordern 35-Stunden-Woche

Das Aktionsbündnis „Dienst-Tag für Menschen“ macht jetzt wöchentlich auf die Nöte und Forderungen des Pflege-Berufsstands aufmerksam. Corona-bedingt sind maximal 50 Teilnehmer erlaubt.
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Das Aktionsbündnis „Dienst-Tag für Menschen“ macht jetzt wöchentlich auf die Nöte und Forderungen des Pflege-Berufsstands aufmerksam. Corona-bedingt sind maximal 50 Teilnehmer erlaubt.
  • Ursula Löschau
    vonUrsula Löschau
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Auf dem auf Rotkreuzplatz demonstrieren jeden Dienstag Beschäftigte und Arbeitgeber aus dem Pflegebereich für bessere Arbeitsbedingungen. Was sie fordern.

Neuhausen - Dass immer mehr Pflegekräfte nach jahrelanger Überbelastung sagen: „Ich kann nicht mehr“ und ihren Beruf aufgeben, das ist die größte Sorge von Edith Dürr, Generaloberin der Schwesternschaft München vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK) mit 1400 Mitgliedern.

Sie sagt: „Wir schieben seit Jahren Mehrarbeitsstunden vor uns her, weil wir freiwerdende Stellen wegen fehlender Fachkräfte nicht gleich neu besetzen können.“ Ein Problem, das durch die Corona-Pandemie jetzt noch verstärkt werde. Höchste Zeit also zu handeln, fordert der Berufsstand und demonstriert dafür aktuell jeden Dienstag auf dem Rotkreuzplatz.

Dürr betont, dass bei dieser münchenweiten Aktion unter dem Motto „Dienst-Tag für Menschen“ sowohl Mitarbeiter als auch Arbeitgeber aus allen Bereichen der Akut- und Langzeitpflege sowie Behindertenhilfe geschlossen für bessere Arbeitsbedingungen und mehr Anerkennung durch die Gesellschaft kämpfen würden.

Generaloberin der Schwesternschaft München vom Bayerischen Roten Kreuz: Edith Dürr.

Ihre wichtigsten Forderungen: ein übergeordneter, angemessener Tarif für die Pflege, Arbeitsentlastung durch eine 35-Stunden-Woche und gesellschaftliche Wertschätzung.

Die Demos finden nicht zufällig im beginnenden Bundestagswahlkampf statt und sollen bis September fortgesetzt werden.„Die Politik ist in der Verantwortung. Wir können keine 35-Stunden-Woche einführen, wenn sie nicht refinanziert ist“, erklärt Dürr.

„Wenn die Politik jetzt nicht reagiert, gehen uns bald die Argumente aus“, warnt sie vor einem Ausbluten des Berufsstandes.

ul

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