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Wegen falsch platzierter Bushaltestelle: Grundschüler überqueren ohne Begleitung den Ravensburger Ring

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Michael Figulla ärgert sich, dass die Bushaltestelle der 157ers (roter Pfeil) direkt gegenüber der Schule ist und die Schüler dort und nicht am offiziellen Übergang die Straße überqueren.
Michael Figulla ärgert sich, dass die Bushaltestelle der 157ers (roter Pfeil) direkt gegenüber der Schule ist und die Schüler dort und nicht am offiziellen Übergang die Straße überqueren. © andy

Ein Schülerlotse macht auf eine gefährliche Bushaltestelle aufmerksam. Da sie an der falschen Stelle ist, überqueren Grundschüler ohne Begleitung den Ravensburger Ring.

Westkreuz - Seit einigen Tagen sind die Grundschulen in Bayern wieder geöffnet. Michael Figulla befürchtet, dass es daher am Westkreuz wieder zu brenzligen Situationen im Straßenverkehr kommt, weil sich eine Bushaltestelle an der falschen Stelle befindet.

Der Neuaubinger steht seit mehr als 20 Jahren als Schulweghelfer vor der Einmündung der Tettnanger Straße. Doch viele Kinder überqueren seit mehreren Monaten den Ravensburger Ring nicht mehr in seiner Begleitung am offiziellen Übergang, sondern circa 100 Meter weiter vorne. Der Grund: die „unsinnige Haltestelle“ des neuen 157er-Busses.

Der Bus hält direkt gegenüber der Grundschule. Eigentlich müssten die Kinder nun rund 100 Meter zu Figulla laufen, die Straße überqueren und auf der anderen Seite dieselbe Strecke zum Eingang der Schule zurückgehen.

„Das macht kein Mensch. Die Kinder laufen direkt hinter dem Bus über die Straße“, sagt Figulla. Er will seinen Standort nicht an die Bushaltestelle verlegen, denn dort könnte er Kindern, die zu Fuß kommen, nicht über die Straße helfen.

Was das KVR und die MVG dazu sagen

Aus diesem Grund hat er bereits im April 2019 dem Kreisverwaltungsreferat geschrieben und vorgeschlagen, die Haltestelle in Richtung Aubinger Straße zu verlegen. Doch der Neuaubinger erhielt zunächst keinerlei Reaktion auf seine Idee. Nach mehreren weiteren E-Mails fand im November 2019 eine Ortsbegehung statt.

Dabei sei kritisiert worden, dass der von Figulla vorgeschlagene Haltestellen-Standort zu nah an der nächsten Bushaltestelle an der Aubinger Straße sei. „Das kann ich nicht nachvollziehen, denn zwischen den Haltepunkten ‚Mainaustraße’ und ‚Sipplinger Straße’ sowie ‚Riesenburgstraße’ und ‚Kunreuthstraße’ des 57ers ist ebenfalls nur ein geringer Abstand“, ärgert sich Figulla.

Dennoch schlug er als Alternative vor, den 157er stattdessen weiter nördlich gegenüber des Lehrerparkplatzes halten zu lassen. Dort befindet sich nämlich ein zweiter Übergang mit Schulweghelfer.

Das Kreisverwaltungsreferat teilt auf Hallo-Nachfrage mit, dass eine Haltestelle eine ausreichend lange Haltekante sowie sichere Warteflächen für die Fahrgäste benötige. Zudem lege die MVG Wert auf ausreichende Abstände zwischen den Haltestellen und eine gute Erreichbarkeit für möglichst viele Anwohner.

Ein MVG-Sprecher ergänzt, dass das Anliegen von Figulla vom zuständigen Gremium aus MVG, KVR und Polizei nochmal aufgegriffen werde. Allerdings gebe es wegen Corona derzeit keine Orts­termine.   

Andreas Schwarzbauer

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