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Nein zu hohen Bauten an Einfallstraßen - BA untersagt höhere Bebauung an Verdistraße

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Der BA will keine höhere Bebauung an der Verdistraße.
Der BA will keine höhere Bebauung an der Verdistraße. © Ursula Löschau

Nach einem CSU-Antrag hat der BA Pasing-Obermenzing nun entschieden, dass an Einfallstraßen keine hohen Bauten errichtet werden sollen. Doch klare Einigkeit herrschte nicht:

Pasing-Obermenzing Der örtliche Bezirksausschuss will Bauherren kein höheres Baurecht an großen Ein- und Ausfallstraßen einräumen, wenn sie im Gegenzug für eine umfangreiche Begrünung sorgen. Die CSU im BA 21 hatte das beantragt, vor allem, um mehr Wohnraum zu schaffen.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

„Wenn wir die Mietpreise herunterbekommen wollen, müssen wir bauen, bauen, bauen. Und weil wir zu wenig Platz haben, müssen wir in die Höhe gehen“, warb Sven Wackermann (CSU) bei der jüngsten Sitzung des Gremiums um Zustimmung. Die höheren Gebäude würden zudem als Lärmschutz für die dahinter liegende Bebauung fungieren. Unterstützung erhielt er von Christa Stock (FDP): „Der Antrag ist gut, denn alles, was wir in die Breite bauen, verlieren wir an Grünfläche.“

Keine höhere Bebauung an Verdistraße: Lärm würde steigen, Durchlüftung würde verschlechtert

Constanze Söllner-Schaar (SPD) verwies darauf, dass an der Landsberger-/Bodenseestraße bereits hohe Riegel stünden. Daher blieben im Stadtbezirk nur noch die Verdi- und die Pippinger Straße, die ihrer Ansicht nach dafür beide ungeeignet seien. „An der Pippinger Straße haben wir eine kleinteilige Bebauung und dörfliche Strukturen. Dort kann ich mir keine Riegelbebauung vorstellen“, sagte sie.

Unterstützung erhielt sie von Andreas Bergmann (Grüne). „Durch eine höhere Bebauung steigt im Straßenraum der Lärm und die Durchlüftung wird schlechter.“ Das konterkariere die Bemühungen des BA, die Aufenthaltsqualität an der Verdistraße zu erhöhen. Beide befürchteten zudem, dass es nicht nur bei großen Bauvorhaben direkt an den Ein- und Ausfallstraßen bliebe.

Nachbarn könnten sich auf Paragraf 34 Baugesetzbuch berufen, wonach neue Gebäude zulässig sind, wenn sie sich in die nähere Umgebung einfügen. Mit Grünen und SPD bestand somit eine Mehrheit gegen den CSU-Antrag und der Bezirksausschuss lehnte den Vorschlag ab.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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