Kritik an Plänen zum U5-Ausbau

U-Bahn-Verlängerung nach Pasing: Kritik von Bund Naturschutz und Fahrgastverband „Pro Bahn“

Im nächsten Jahr sollen die Bauarbeiten zur U5-Verlängerung nach Pasing losgehen.
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Im nächsten Jahr sollen die Bauarbeiten zur U5-Verlängerung nach Pasing losgehen.
  • Andreas Schwarzbauer
    VonAndreas Schwarzbauer
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Die Bauarbeiten zur Verlängerung der U5 nach Pasing sind in den Startlöchern. Was der Bund Naturschutz und der Fahrgastverband „Pro Bahn“ an den Plänen des Projekts monieren.

Pasing - 2022 kann die Verlängerung der U5 nach Pasing voraussichtlich losgehen. Nur noch der Bauausschuss muss sein Okay geben. Das sollte eigentlich schon am vergangenen Dienstag geschehen. Die Sitzung musste allerdings wegen eines Corona-Ausbruchs verschoben werden.

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Die Pläne des Baureferats sehen vor, im Januar und Februar die Bäume entlang der Gotthardstraße zu fällen, da der Tunnel auf diesem Teilstück in offener Bauweise errichtet wird. Anschließend werden Strom-, Gas-, Wasser- und Telefonleitungen umverlegt.

Im Oktober starten dann die eigentlichen Bauarbeiten. Das Baureferat geht davon aus, dass das Projekt 988 Millionen Euro kostet – und damit 237 Millionen Euro teurer ist als beim Grundsatzbeschluss des Stadtrats 2015 prognostiziert. Gründe dafür seien die Steigerung der Baupreise um 35 Prozent und geänderte technische Anforderungen.

An den Plänen gibt es aber Kritik

Der Bund Naturschutz (BN) moniert: „530 Bäume mit einem Umfang von mehr als 80 Zentimetern sollen nun gefällt werden, weil bei der Planung der Baumerhalt keine Priorität hatte.“ Das Projekt werde den Erfordernissen des Klimawandels nicht gerecht.

Durch die Verlegung der geplanten Abstellanlage an der Willibaldstraße hätten zahlreiche Bäume erhalten bleiben können, glaubt der BN. Doch die Stadt habe das nicht einmal geprüft. Der BN ruft die Münchner nun dazu auf, bis 20. Dezember ihrem Lieblingsbaum einen Abschiedsgruß umzuhängen und ein Foto davon an info@bn-muenchen.de zu schicken.

Auch der Fahrgastverband „Pro Bahn“ ist nicht zufrieden. Sprecher Andreas Barth kritisiert, dass die Fördermittel des Bundes noch nicht sicher seien. Die Stadt verlasse sich nur auf eine Aussage des scheidenden Verkehrsministers Andreas Scheuer (CSU), der der U5 „bestmögliche Voraussetzungen“ für eine Förderung bescheinigte.

„Keine Angebotsverbesserungen zum Fahrplanwechsel, der Zehn-Minuten-Takt abends ist gestrichen, aber ein Vielfaches des Geldes soll ohne Not für eine punktuelle Maßnahme riskiert werden.“ Doch der Protest wird wohl umsonst sein. Die Grünen haben bereits angekündigt, zuzustimmen.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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