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Wechsel im Kulturzentrum Ubo 9 in Aubing ‒ das sind die Pläne des neuen Führungs-Teams

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Das Aubinger Dorfmodell wollen Stefanie Junggunst (links) und Charlotte Coosemans durch interaktive Funktionen wie Audio-, Licht- oder Videoeffekte erweitern.
Das Aubinger Dorfmodell wollen Stefanie Junggunst (links) und Charlotte Coosemans durch interaktive Funktionen wie Audio-, Licht- oder Videoeffekte erweitern. © Andreas Schwarzbauer

Das Aubinger Kulturzentrum Ubo 9 soll ein Raum für Engagement werden: das neue Team will Altbewährtes bewahren, im Programm aber auch Räume für Neues schaffen.

Aubing - Kulturspaziergänge, Freiluft-Konzerte und ein stärkerer Fokus auf Jugendliche – diese Ideen haben Stefanie Junggunst und Charlotte Coosemans für das Ubo 9. Seit Jahresbeginn sind die beiden für den neuen Betreiber Quarter M für das Programm des Kulturzentrums verantwortlich. Dabei wollen sie Altbewährtes fortführen, aber auch neue Akzente setzen.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Wechsel an der Spitze: neue Leitung im Aubinger Kulturzentrum Ubo 9

Besonders wichtig ist ihnen aber: „Das Ubo 9 soll ein Raum für Engagement sein. Wir sind offen für Ideen und möchten möglichst viele Gruppen aus Aubing und Umgebung einladen, mitzumachen“, sagt die neue Leiterin Junggunst. Dafür kündigt die 51-Jährige eine Zukunftswerkstatt im Mai an.

Die Laimerin hatte zuletzt den Nachbarschaftstreff in der Blumenau geführt und im 22. Stadtbezirk als Kultur-Streetworkerin gearbeitet. „Ich habe gemerkt, dass Menschen über Kunst und Kultur zusammenkommen und diese Begegnungen zu einer starken Nachbarschaft führen“, sagt sie. Genau das habe ihr bei ihrer Arbeit im Kulturbereich viel Spaß gemacht.

Kunst und Kultur für alle: neues Programm soll besonders Jugendliche ansprechen

Coosemans ist Kunstvermittlerin und hat im Lenbachhaus ein Jugendgremium aufgebaut, welches das Museum für seine Altersgruppe gestalten konnte. Die 31-Jährige wohnt in Sendling-Westpark und möchte Kunst für alle zugänglich machen. „Sie soll nicht nur in einem exklusiven Kontext stattfinden“, sagt Coosemans. Ihr sei wichtig, dass alle daran mitwirken können. So will sie beispielsweise eine Künstlerin nach Aubing holen, die ihre Arbeiten mitbringt und die Besucher dazu einlädt, sie weiterzuentwickeln.

Ein wichtiges Anliegen ist den beiden die Heimatpflege. „Aubing ist ein Stadtteil mit vielen Traditionen. Das wollen wir nach Außen darstellen“, sagt Junggunst. Dabei seien auch Formate geplant, die besonders die junge Generation ansprechen sollen. „Wir wollen den Jugendlichen Raum geben“, kündigt Junggunst an.

Aubinger Kulturzentrum Ubo 9: zuständig für Kulturprogramm in Freiham

Eine besondere Herausforderung ist, dass das Ubo 9 auch für das Kulturprogramm in Freiham zuständig ist. Allerdings werden sie dort erst 2024 eigene Räume nutzen können. Solange werden Junggunst und Coosemans aber nicht warten. Sie wollen schon jetzt Veranstaltungen anbieten, die vor allem im öffentlichen Raum stattfinden werden. Denkbar seien Kulturspaziergänge oder Freiluftkonzerte.

„Wir wollen Kunst und Kultur auf die Straße bringen. Beispielsweise könnten die Aubinger Musikanten durch Freiham ziehen“, sagt Junggunst. Ziel sei es, dass die Bewohner ihre neue Heimat und damit auch Aubing mit seiner Historie kennenlernen. Aber auch die Alteingesessenen sollen nach Freiham gelockt werden. „Die Stadtteile sollen zusammenkommen und durch Kultur kann man diese Verbindung schaffen.“

Neue Führung im Aubinger Kulturzentrum Ubo 9: Altbewährtes bleibt Programm erhalten

Neben neuen Ideen bleibt aber auch Altbewährtes im Programm: die Kurse der Volkshochschule, die Ausstellungen des Aubinger Künstlerkreises, das Kindertheater oder die offene Bühne. „Wir wollen zwar auch gute Gruppen nach Aubing holen, die sonst auf großen Bühnen zu finden sind. Aber einen Großteil des Programms sollen die Künstler vor Ort gestalten“, verspricht Junggunst.

Die ersten Veranstaltungen sind ein Rundgang durch das ehemalige Zwangsarbeiterlager in Neuaubing (Sonntag, 20. Februar) und die Aubinger Gespräche (Donnerstag, 24. Februar).

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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