„Ich halte einen klaren Schnitt für notwendig“

Anna Hanusch (Grüne) soll Baureferentin in München werden ‒ Viertel-Chefin kündigt Abschied vom BA an

Anna Hanusch
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Anna Hanusch soll Baureferentin in München werden.
  • Ursula Löschau
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Große Veränderungen für Anna Hanusch, die Vorsitzende der grün-rosa Stadtratsfraktion, Architektin und Viertel-Chefin, sowie für den BA Neuhausen-Nymphenburg.

Die grün-rosa Fraktion im Stadtrat schlägt ihre jetzige Vorsitzende Anna Hanusch als neue Baureferentin vor. Die Amtsperiode von Rosemarie Hingerl, die das Baureferat seit Juli 2004 leitet, endet am 30. Juni 2022. Die 66-Jährige geht dann in Pension. Wählt der Stadtrat die 45-jährige Architektin aus Neuhausen zu Hingerls Nachfolgerin, wird Hanusch aus dem Bezirksausschuss Neuhausen-Nymphenburg ausscheiden.

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Anna Hanusch soll neue Baureferentin in München werden - Abschied vom BA Neuhausen-Nymphenburg geplant

Seit 2008 gehört sie diesem Gremium an, seit 2014 ist sie BA-Vorsitzende im 9. Stadtbezirk. Auf Hallo-Anfrage erklärt die Viertel-Chefin jetzt: „Ich könnte zwar formal bleiben, halte aber einen klaren Schnitt für notwendig, um mich auf die neue Aufgabe zu konzentrieren. Gerade das Baureferat hat dauernd einen Austausch mit den BAs. Es wäre schon sehr komisch, wenn ich dann in einem die Vorsitzende bin.“

Florian Roth, Hanuschs Kollege im Fraktionsvorstand, erklärt: „Wir freuen uns, dem Stadtrat mit Anna Hanusch eine Persönlichkeit vorschlagen zu können, deren berufliche und politische Laufbahn sie für das Amt der Baureferentin geradezu prädestiniert. Sie kennt die Stadt München und ihre wichtigsten planungspolitischen Ziele und Herausforderungen aus langjähriger Tätigkeit im Planungsausschuss und im Bezirksausschuss.“

Das Baureferat in München: ein großes Haus mit 4000 Beschäftigten

Bürgermeisterin Katrin Habenschaden sagt: „Anna Hanusch verfügt als Architektin nicht nur über die ideale berufliche Qualifikation, sondern ist als Stadträtin und BA-Vorsitzende auch mit der Münchner Stadtverwaltung vertraut. Das ist wichtig, um ein großes Haus mit 4000 Beschäftigten zu führen.“

Die Bewerberin selbst betont: „Ich war immer schon eine Praktikerin und freue mich, wenn ich Veränderungen im Stadtbild direkt sehen und erleben kann – von der abgesenkten Bordsteinkante oder neuen Baumpflanzungen bis zum Arnulfsteg und unseren vielen neuen Schulbauten.“

Sie fügt hinzu: „Das Baureferat muss der Motor sein hinter der Bau- und Mobilitätswende und ist maßgeblich für das Erreichen von Münchens Zielen auf den Gebieten der Klimaneutralität und des Artenschutzes.“

Kritik von der CSU an Stellenbesetzung ohne Ausschreibung: „Rot-Grün bedient sich aus den eigenen Reihen“

Die Ankündigung der grün-rosa Fraktion, Anna Hanusch für diesen Referenten-Posten vorzuschlagen, wurde von der CSU-Fraktion bereits kritisiert. „Die Stadtregierung will die nächste Referenten-Stelle ohne Ausschreibung vergeben.

Bisher wurde das Baureferat fachlich und nicht parteipolitisch besetzt. Das wäre mit der Ernennung von Anna Hanusch nicht der Fall“, bemängelt der Fraktionsvorsitzende Manuel Pretzl. Zum wiederholten Male bediene sich Grün-Rot „bei der Besetzung einer Referentenstelle aus den eigenen Reihen“. 

Führungswechsel für die grün-rosa Stadtratsfraktion steht im Mai an

Für die Grünen-Fraktion steht bei Hanuschs Wechsel an die Spitze des Baureferats übrigens ein kompletter Führungswechsel an. Nicht nur ihre Position muss neu besetzt werden. Auch Co-Fraktionschef Florian Roth hat bereits vor einigen Tagen seinen Rückzug angekündigt und erklärt: „Nach zwölf Jahren im Fraktionsvorstand werde ich im Mai 2022 nicht erneut als Vorsitzender kandidieren.“

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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