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Die Alte Schule an der Altostraße feiert ihren 200. Geburtstag – welche Pläne es für das Haus gibt

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Von: Andreas Schwarzbauer

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50 Jahre lang beherbergte die Alte Schule an der Altostraße einen Kindergarten.
50 Jahre lang beherbergte die Alte Schule an der Altostraße einen Kindergarten. © Aubinger Archiv

Die Alte Schule in Aubing wird 200 Jahre alt. Im Stadtteil soll das Jubiläum auch gebührend gefeiert werden. Was zur Feier und in Zukunft für das Haus geplant ist:

Aubing Die Alte Schule in Aubing wird 200 Jahre alt. Aufgrund ihrer großen Bedeutung für den Stadtteil will der Förderverein „1000 Jahre Urkunde Aubing“ sie am Donnerstag, 24. November, mit einem Vortragsabend würdigen. „Das Gebäude stand durchgehend im Dienst der Bevölkerung. Das ist eine Besonderheit“, sagt der Vorsitzende Klaus Bichlmayer.

Nach seiner Fertigstellung 1822 diente der Bau an der Altostraße 16 rund 70 Jahre als Schulhaus. Die Kirche und die damalige Gemeinde teilten sich das Geld für die Errichtung. Zuvor hatte der Unterricht in gewöhnlichen Bauernhäusern stattgefunden. 1893 wurde das Gebäude zu klein und die Schule zog in einen Neubau an der Ubostraße, in dem sich heute der Kindergarten befindet. An der Altostraße wurde bis 1910 eine Polizeistation eingerichtet.

Nach einigen Jahren Leerstand mieteten sich die Dillinger Franziskanerinnen ein, die in den Räumen bis 1966 einen Kindergarten und einen ambulanten Krankendienst betrieben. „Diese Zeit war prägend für die Struktur des Gebäudes. Die Schwestern haben in den beiden großen Unterrichtsräumen im Obergeschoss Trennwände eingezogen“, berichtet Bichlmayer. Nach ihrem Auszug beherbergte die Altostraße 16 die Volkshochschule und das Rote Kreuz, das schließlich 2007 die Räume komplett übernahm.

200 Jahre Alte Schule Aubing: Vortrag zur Geschichte des Hauses im Ubo 9 geplant

„Noch heute findet man historische Elemente im Inneren: die Treppe ins Obergeschoss und die spezielle Konstruktion des Dachstuhls“, weiß Bichlmayer. Auch der damalige Grundriss sei noch erkennbar. Deshalb hatte sich der Förderverein lange dafür eingesetzt, die das städtische Gebäude zum Einzeldenkmal zu erklären. Das Landesamt für Denkmalpflege lehnte dies jedoch ab. Aufgrund der nachträglichen Veränderungen im Inneren lasse sich ein Schulhausbau der 1820er-Jahre nicht mehr anschaulich erkennen. Das äußere Erscheinungsbild sei zwar für den Stadtteil prägend, werde aber durch den Ensembleschutz für den Ortskern gesichert.

Bichlmayer hofft nun zumindest auf eine denkmalgerechte Sanierung. Er könnte sich vorstellen, die Fenster auf der Südseite wieder auf die ursprüngliche Größe zurückzubauen und Holzläden anzubringen. Darüber hinaus würde er den Vorgarten für die Öffentlichkeit öffnen. Derzeit erarbeitet ein Architekturgremium im Auftrag der Stadt ein Konzept für Gebäude, Garten und Vorbereich, das Anfang 2023 vorgestellt werden soll.

Der kostenlose Vortrag über die Geschichte und Zukunft der Alten Schule findet am Donnerstag, 24. November, ab 19 Uhr im Ubo 9, Ubostraße 9, statt.

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