Das neue Team im BA Allach-Untermenzing

Allach-Untermenzing: CSU gibt BA-Vorsitz an Pascal Fuckerieder (SPD) ab - wer das Viertel künftig regiert

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Der neue Vorstand des Bezirksausschusses Allach-Untermenzing um Viertel-Chef Pascal Fuckerieder (3. von rechts)

ALLACH Die CSU stellt im neuen BA Allach-Untermenzing zwar noch knapp die stärkste Fraktion. Neuer Viertel-Chef ist aber Pascal Fuckerieder (44) von der SPD. 

  • Überraschung im Bezirksausschuss Allach-Untermenzing
  • Bei Vorstandswahl: CSU gibt Vorsitz an SPD ab
  • Grünen-Kandidat Falk Lamkewitz unterliegt
  • Das neue Team um Viertel-Chef Pascal Fuckerieder
  • Heike Kainz verabschiedet sich

ALLACH-UNTERMENZING Die SPD Allach-Untermenzing hat’s geschafft: Mit Pascal Fuckerieder (44) stellen die Genossen nach fast 30 Jahren wieder denBA-Chef – und das als drittstärkste Fraktion mit drei von 17 Sitzen. Möglich macht’s die größte Fraktion CSU (sechs Sitze), die den SPD-Mann unterstützt und damit eine Führung durch Falk Lamkewitz (Grüne, fünf Sitze), verhindert hat. Der unterlag Fuckerieder mit 7 : 10 Stimmen.

Bezirksausschuss-Wahl: Vorsitz für SPD, weitere Posten für CSU und Grüne

Dafür ist die CSU mit drei Personen im Vorstand vertreten: Stefanie Martin ist erste stellvertretende Vorsitzende, Gabriele Hartdegen Beisitzerin undAnna Attenberger Kassierin. Lamkewitz wurde ohne Gegenkandidat zum zweiten Stellvertreter gewählt,Julia Zimprich (Grüne) ist zweite Beisitzerin.

Pascal Fuckerieder: Stadtbezirk verträglich entwickeln

Zusammen mit verschiedenen Beauftragten für diverse Themenbereiche ergibt das für Fuckerieder eine „tolle Mischung“. Der Informatiker aus Allach sagt: „Ich wünsche mir, dass wir im BA möglichst vertrauensvoll und konstruktiv zusammenarbeiten. Natürlich kann man in der Sache auch mal streiten – aber doch immer respektvoll miteinander umgehen.“ Sein wichtigstes inhaltliches Ziel: „Ich möchte erreichen, dass wir die Entwicklung des Stadtbezirks für alle möglichst verträglich fortsetzen.“ Mit an erster Stelle steht dabei die Umwandlung des Kirschgeländes vom Gewerbe- zum Wohngebiet.

Stefanie Martin sagt: „Mit mir als stellvertretenden Vorsitzenden und bei den Unterausschüssen zeigt sich der Gestaltungsauftrag für die CSU.“ Sie hofft auf eine gute Zusammenarbeit mit allen Fraktionen – hätte sich diese aber auch schon bei den Vorgesprächen zur Vorstandswahl gewünscht: „Ich bin schon enttäuscht, dass sich nicht alle Fraktionen darauf verständigen konnten, die Spitzenkandidatin der stärk­sten Fraktion zu unterstützen.“

Falk Lamkewitz: Kungelei zwischen CSU und SPD

AuchFalk Lamkewitz hätte sich ein anderes Ergebnis gewünscht. Wie berichtet, gab es zunächst Gespräche zwischen SPD und Grünen, mit dem Ziel, dass er BA-Chef wird.“Aber die demokratischen Verhältnisse haben das nicht hergegeben. Damit muss und kann ich leben”, sagt er. Schade findet er es trotzdem: "Es wäre eine tolle Chance gewesen, wir hätten wirklich etwas bewegen können für den Stadtbezirk. Aber es kam nicht zum Tragen, weil CSU und SPD miteinander gekungelt haben."

Fünf Unterausschüsse im Bezirksausschuss

Die Unterausschüsse (UA) werden mit je fünf Mitgliedern besetzt: CSU und Grüne haben jeweils zwei Sitze, die SPD je einen. Freie Wähler/ÖDP, FDP und AfD mit je einem BA-Sitz sind nicht in den UAs vertreten. Die CSU stellt drei Vorsitzende: Stefanie Martin (Planung und Bau),Ingrid Haussmann (Kultur) und Anna Attenberger (Budget – ein neuer UA). Für Familie, Bildung, Soziales und Sport istLea Paetzold (SPD) zuständig, für Umwelt und Verkehr Falk Lamkewitz.

Abschied vom BA für bisherige Vorsitzende Heike Kainz

Heike Kainz (CSU) hat nach 18 Jahren Mitgliedschaft, davon zwölf Jahre als Vorsitzende, den BA Allach-Untermenzing verlassen. Zwar wäre sie als Stimmenkönigin aller BA-Kandidaten im 23. Stadtbezirk spielend wieder ins Gremium gewählt worden, gab ihr Mandat aber zugunsten vonGabriele Hartdegen ab. „Das Gremium sollte sich verjüngen“, so ihr Wunsch. Zudem ist Kainz weiterhin CSU-Stadträtin und fungiert künftig als Sprecherin ihrer Fraktion sowohl im Kommunal- als auch im Planungsausschuss.

Pascal Fuckerieder bedankte sich bei der bisherigen langjährigen BA-Vorsitzenden Heike Kainz für ihren Einsatz.

Bei ihrer Verabschiedung durch ihrenNachfolger Pascal Fuckerieder (SPD) sagte Kainz: „Das Viertel entwickelt sich gerade jetzt stark weiter. Es gilt, neue Ideen zu finden, wie es dabei noch besser und schöner werden kann.“ Daran wolle sie sich auch als Stadträtin weiter beteiligen. „Ich fühle mich dem Viertel nach wie vor verbunden“, so Kainz. Dem neuen Stadtteilgremium wünschte sie „viel Erfolg und auch ganz viel Freude“. Dazu gab’s noch den Rat, „die Stadtteil- vor Parteibelange zu stellen“.   

Die BA’s haben gewählt: Das sind die neuen Viertel-Chefs

Der Hallo-Überblick über die neuen Stadtviertel-Chefs:

  ul

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