München-Allach: Gestaltungswettbewerb der Münchenstift entschieden

Neues Wohn- und Pflegeheim für Allach: So soll die Einrichtung an der Franz-Nißl-Straße aussehen

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Eine Holzfassade und große, begrünte Balkone zeichnen den Siegerentwurf für das geplante Pflege- und Wohnheim für Senioren in Allach aus. Hier ein Blick auf die Südansicht, rechts in der Abbildung der Vorbau an der Franz-Nißl-Straße.

Jetzt steht fest, wie das neue Allacher Wohn- und Pflegeheim an der Franz-Nißl-Straße aussehen soll. Was die Münchenstift plant, damit der Bau ins Viertel passt.

  • Franz-Nißl-Altenheim: So schaut’s aus - so geht's weiter
  • Münchenstift präsentiert Siegerentwurf des Gestaltungswettbewerbs
  • Wie die Architektur die Akzeptanz fördern soll
  • Pflegeeinrichtung soll 2023/24 bezugsfertig sein

München-Allach - Eine Holzfassade soll dafür sorgen, dass sich das geplanteWohn- und Pflegeheim für Senioren an der Franz-Nißl-Straße gut ins Viertel einfügt und von den bisher überwiegend kritisch eingestellten Nachbarn in Allach akzeptiert wird. Das ist das Resultat des Gestaltungswettbewerbs für das Münchenstift-Heim mit voraussichtlich 204 Pflegeplätzen und 17 betreuten Apartments.

Münchenstift-Geschäftsführer Siegfried Benker stellt Siegerentwurf für Franz-Nißl-Heim vor

„Die echte Holzfassade, die bis in die Zimmer durchgeht, verschafft dem Ganzen einen sehr viel charmanteren Auftritt“, so Münchenstift-Geschäftsführer Siegfried Benker bei der Präsentation des Siegerentwurfs von Nickl und Partner. Dieses Münchner Architekturbüro macht auch die Gesamtplanung für das Allacher Seniorenheim. Dessen Wettbewerbsvorschlag wurde laut Benker unter fünf Entwürfen einstimmig zum Sieger gekürt. In der Jury wirkten unter anderem Vertreter des Bezirksausschusses und örtliche Stadträte mit.

Hieronimus Nickl und Monica Plotegher vom Architekturbüro Nickl und Partner, das nun sowohl die Gesamtplanung als auch die Fassadengestaltung für das Altenheim konzipiert, vor ihrem Siegerentwurf.

Das Grundkonzept ist unverändert: Es gibt einen zweigeschossigen Vorbau an der Franz-Nißl-Straße mit einer Cafeteria (rund 90 Plätze innen plus einige außen) sowie einem auch öffentlich nutzbaren Veranstaltungsraum (unter 200 Plätze). „Es soll ein Gebäude fürs ganze Viertel sein“, erklärt Benker das „Quartiershaus“-Prinzip.

Wohngruppen mit 204 Pflegeplätzen plus 17 betreute Apartments

Die Pflege findet in Wohngruppen in einem viergeschossigen, H-förmigen Gebäudekomplex statt – bei vier Wohngruppen mit jeweils 48 Bewohnern pro Stockwerk. Darüber thront ein zurückversetztes Dachgeschoss mit betreuten Wohnungen. Zudem gibt es eine Tiefgarage mit knapp 20 Stellplätzen. Baubeginn ist Mitte/Ende 2021, Fertigstellung – so hofft Benker – Ende 2023, Anfang 2024. Von da an soll der Neubau das marodeHans-Sieber-Haus an der Manzostraße ersetzen, das über kurz oder lang abgerissen wird (Hallo berichtete).

Münchenstift-Geschäftsführer Siegfried Benker ist von einer nachhaltigen Holzfassade für das Altenheim begeistert.

Was Benker am Siegerentwurf gefällt: „Holz ist ein äußerst nachhaltiger Baustoff.“ Und die Optik sei insgesamt „sehr gelungen“. Jetzt, da die Fassadengestaltung beschlossen sei, könne man in die weitere Detailplanung inklusive Kostenberechnung einsteigen. Bisher hat der Stadtrat der Münchenstift ein Budget von maximal 32 Millionen Euro genehmigt. Benker schließt nicht aus, dass weitere Fördergelder und Eigenmittel in Form von Krediten benötigt werden könnten.

Die Nordansichtdes Siegerentwurfs für das geplante Pflege- und Wohnheim der Münchenstift an der Franz-Nißl-Straße von Nickl & Partner Architekten.

Info-Ausstellung für Juni in der VHS am Oertelplatz geplant

Zur Information für die Bürger plant die Münchenstift eine Ausstellung mit den jüngsten Plänen. Diese soll voraussichtlich nach Pfingsten in der VHS am Oertelplatz stattfinden. Der Stadtrat wird nach Benkers Einschätzung im Herbst über den aktuellen Planungsstand informiert und dazu angehört. In der Nachbarschaft des geplanten Altenheims haben die Anwohner Angst davor, dass die Einrichtung viel Verkehr anziehen wird. Außerdem wurde in den vergangenen Jahren mehrfach kritisiert, dass der Bau insgesamt zu massiv fürs Viertel sei.   ul

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