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Grün mit Pflanzen statt Grau mit Beton ‒ Bürgerin schlägt Projekt mit Hochbeeten am Allacher Oertelplatz vor

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Von: Andreas Daschner

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Unter anderem hier am Oertelplatz könnte sich Diana Brand gut ein von Bürgern gepflegtes Hochbeet oder auch mehrere vorstellen. Sie schlägt Pflanztröge aus Holz vor.
Unter anderem hier am Oertelplatz könnte sich Diana Brand gut ein von Bürgern gepflegtes Hochbeet oder auch mehrere vorstellen. Sie schlägt Pflanztröge aus Holz vor. © ps

Eine Bürgerin regte jetzt ein Gemeinschaftsprojekt mit Begrünung am Allacher Oertelplatz an, sie wünscht sich Hochbeete – der BA sagte seine Unterstützung zu.

Allach - Tristes Betongrau, viel versiegelte Fläche: Der Anblick des erst kürzlich neu gestalteten Oertelplatzes ist Diana Brand ein Dorn im Auge. Sie fordert mehr Grün auf der großen Fläche vor dem Einkaufszentrum und Bahnhof – und wurde auch gleich selbst aktiv. Nun braucht die 59-Jährige aber noch die Unterstützung der Viertelpolitiker.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Mehr Grün am Oertelplatz: Bürgerin schlägt Urban Gardening mit Hochbeeten vor

Brand hatte bereits bei der vergangenen Bürgerversammlung angeregt, dass Flächen für Urban Gardening im Stadtbezirk Allach-Untermenzing geschaffen werden sollen. Diese Idee greift sie auch bei ihrem Wunsch nach einer Begrünung des Oertelplatzes wieder mit auf. Denn sie will dort 20 Hochbeete aufstellen lassen, die dann von Paten betreut werden sollen.

Die Vorsitzende des Ortsverbands der Grünen im Stadtbezirk ging dafür aktiv in Vorleistung und legte dem Bezirks­ausschuss neben ihrem Antrag auch gleich ein Angebot für die Pflanztröge vor. Das junge Unternehmen „Beetzauber“, das sich auch schon im BA vorgestellt hat, verlangt knapp 12.000 Euro für 20 Hochbeete.

Gemeinsam mit ihrem Antrag legte Diana Brand dem Bezirksausschuss ein Angebot für Pflanztröge vor. Die Lokalpolitiker sind von der Idee überzeugt.
Gemeinsam mit ihrem Antrag legte Diana Brand dem Bezirksausschuss ein Angebot für Pflanztröge vor. Die Lokalpolitiker sind von der Idee überzeugt. © privat

Hochbeete am Oertelplatz: Patenschaften von Bürgern, Kitas und Schulklassen

„Der Oertelplatz ist völlig zubetoniert und lädt nicht zum Verweilen ein“, sagt Brand. Mit den Beeten solle eine Wohlfühlatmosphäre geschaffen werden. Die Behälter könnten auch mit Klapptischen versehen und in der Nähe der vorhandenen Sitzbänken aufgestellt werden. „Durch die Bepflanzung soll auch dem Insektensterben entgegen gewirkt werden, Bienen würden davon profitieren“, schreibt die Allacherin in ihrem Antrag.

Patenschaften für die Pflege der Beete könnten Bürger, aber auch Kitas und Schulklassen übernehmen. In diesem Rahmen wären zum Beispiel QR-Codes an den Beeten denkbar, die zu Bildungszwecken genutzt werden könnten. „Damit kann man dann zum Beispiel Informationen zu den Pflanzen abrufen“, sagt Brand. Auch könnten dort Firmen werben, die zur Finanzierung des Projekts beitragen.

Projekt für mehr Grün am Oertelplatz: BA sagt Unterstützung zu

Letzteres sah man im BA zwar ein wenig kritisch. Grundsätzlich stehen die Viertelpolitiker dem Ansinnen Brands aber positiv gegenüber. „Es würde dem Oertelplatz nicht schaden, wenn er ein bisschen bunter würde“, sagte Gabriele Hartdegen (CSU). Allerdings hielt sie 20 Hochbeete für den Anfang für etwas zu viel. Fünf würden ihrer Ansicht nach reichen, um erst einmal anzutesten, ob die Patenschaften funktionieren.

Brand räumte ein, dass ein endgültiges Konzept ohnehin noch nicht stehe. Sie benötige Hilfe bei der Umsetzung des Projekts – auch bezüglich der Standorte für die Beete und einer Wasserversorgung. Diese Unterstützung sagte BA-Chef Pascal Fuckerieder (SPD) zu. Er will die Kontakte zu den zuständigen Referaten herstellen. Und auch über einen Zuschuss aus dem Stadtviertelbudget könne man reden, sobald ein Konzept steht.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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