Kapelle ersetzt Kirche

Pasinger Schwestern geben Gotteshaus an der  Institutstraße auf – steht nun zum Verkauf

Die Hauskapelle der Ordnesschwestern Congregatio Jesu ersetzt das Gotteshaus.
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Die Hauskapelle der Ordnesschwestern Congregatio Jesu ersetzt das Gotteshaus.

Die Pasinger Ordensschwestern schließen ihre Kirche und ersetzen sie durch eine Kapelle. Die Kirche konnte nicht nach Wünschen der Schwestern saniert werden.

Die Kirche Maria Rosenkranzkönigin an der Institutstraße in Pasing steht zum Verkauf. Die Schwestern des Ordens Congregatio Jesu geben das Gotteshaus auf, weil sie es aus Denkmalschutzgründen nicht nach ihren Wünschen umbauen konnten (Hallo berichtete).

Sie haben stattdessen ihre Hauskapelle erweitert und umgestaltet. Seit kurzem finden dort die Gottesdienste statt. Die Kirche dagegen wurde zugesperrt und profaniert, das heißt der Bischof hat die kirchliche Nutzung des Gebäudes offiziell für beendet erklärt.

Schwester Sieglinde

Sanierung der Kirche unmöglich - Schwestern ersetzen ihre Kirche durch Kapelle

„Es tut uns wirklich leid. Manche Mitschwestern hingen sehr an der Kirche“, sagt Schwester Sieglinde, die Oberin des Klosters. Allerdings habe der Orden keine andere Möglichkeit gesehen. Weil der Dachstuhl instabil ist, wollten die Schwestern die Kirche eigentlich sanieren lassen. Im Zuge dessen sollte sie auch barrierefrei werden, denn die Pasinger Niederlassung ist das Altenheim des Ordens.

„Wir haben zehn Leute hier, die einen Rollator brauchen. Man kommt aber nur über Stufen in den Kirchenraum. Das wollten wir ändern. Allerdings hat uns das Landesamt für Denkmalpflege einen Strich durch die Rechnung gemacht.“

Schwester Sieglinde ist mit der umgebauten Hauskapelle zufrieden. „Sie ist wunderschön geworden und wird gut angenommen. Der Raum wirkt hell und warm.“ Einziger Wermutstropfen: Öffentliche Gottesdienste sind nicht mehr möglich. Dafür ist die Kapelle zu klein. Außerdem liegt sie mitten im Altenheim, ringsherum sind die Zimmer der Schwestern.

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