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100-Meter-Lücke auf Radweg in Pasing verhindert sicheren Schulweg und gefahrlose Fahrt in Richtung Innenstadt

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Baucontainer statt Radweg: Ferdinand Helmer wünscht sich eine Zwischenlösung für Radler.
Baucontainer statt Radweg: Ferdinand Helmer wünscht sich eine Zwischenlösung für Radler. © Andreas Schwarzbauer

Die Fertigstellung des neuen Quartiers in Pasing an der Paul-Gerhardt-Allee verhindert eine gefahrlose Radweg-Route in die Innenstadt von München.

Nur rund 100 Meter fehlen für einen sicheren Schulweg. Viele Kinder aus dem Norden Pasings, die die Maria-Ward-Schulen besuchen, radeln dorthin. Eigentlich gibt es eine sichere und schöne Route durch die Grünanlage am Rande des Neubaugebiets an der Paul-Gerhardt-Allee und den Nymphenburger Schlosspark.

„Dort würde man kreuzungsfrei und ohne Gefahr zur Schule kommen“, sagt der Pasinger Ferdinand Helmer. Allerdings fehlt derzeit noch ein kurzes Stück.

Eine Gruppe von Pasingern und Obermenzingern verklagte die Stadt vor dem Bundesverfassungsgericht. Der Grund: die mangelnde Verkehrs­erschließung des Neubaugebiets an der Paul-Gerhardt-Allee. 

Kein gefahrloser Schulweg in Pasing - Radweg-Lücke an Paul-Gerhardt-Allee

Auf dem Angela-­von-den-Driesch-Weg, der direkt an der Bahn­trasse entlangführt, blockieren plötzlich Container, Bagger und Bauzäune die Durchfahrt. Dort werden die beiden letzten Bauabschnitte des neuen Quartiers errichtet. Die Stadt teilt mit, dass der Weg als Baustellen­einrichtungsfläche benötigt werde. Erst wenn die Bauherren ihre Gebäude fertiggestellt haben, könne die Radweglücke geschlossen werden.

Die Folge: Die Schüler müssen derzeit die Paul-Gerhardt-­Allee nutzen. Für Helmer ist das eine ungute Situation: „Es fehlen Radwege und die Kinder müssen auf der Fahrbahn radeln. Es herrscht aber viel Verkehr, auch der Bus fährt dort.“

Bei Begegnungsverkehr werde es häufig eng. „Für Radler ist kein Platz“, meint Helmer. Zudem ist die Route ein Umweg von mehreren 100 Metern.

Er wünscht sich deshalb, dass die Stadt oder der Bauherr eine provisorische, durchgängige Fahrradverbindung auf dem Angela-von-den-Driesch-Weg schaffen. „Die Projekte gehen gerade erst in die Bauphase. Es dauert sicherlich noch mehrere Jahre, bis sie fertig sind.“

Schüler und Pendler würden von der Schließung der Radweg-Lücke profitieren

Von dem Lückenschluss könnten zudem nicht nur die Schüler profitieren, sondern viele Pendler in die Innenstadt, meint Helmer. Auch der Bezirksausschuss hatte auf Antrag der SPD bereits gefordert, einen provisorischen Radweg mit reduzierter Breite anzulegen.

Die Stadt München und das Schulamt korrigieren die Neueinteilung der Sprengel im Pasinger Norden und Obermenzinger Süden.

Die Stadt sieht dafür allerdings keine Möglichkeit, da sich der Grund in Privatbesitz befindet. „Auf diesen Flächen hat die Landeshauptstadt München daher keine Zugriffsmöglichkeit und kann deshalb auch keine Baumaßnahmen durchführen“, teilt das Baureferat mit.

Der Eigentümer werde den nördlichen Abschnitt des Radwegs zusammen mit dem nördlichen Teil des Landschaftsparks herstellen. Er sei vertraglich dazu verpflichtet, dies bis 2025 zu tun.

Zwar sei das Baureferat auf Bitte des BA an den Investor herangetreten und habe sich erkundigt, ob er bis dahin ein Provisorium anlegen könnte. Dieser teilte allerdings mit, dass er die Fläche während der Bauphase benötige.

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