Neues Heim für Allacher Kindergarten

Zwei Erfolge mit einem Beschluss

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Seit Jahren steht das zuletzt als Wohnhaus genutzte Gebäude an der Eversbuschstraße 155 leer.

Zwei Fliegen mit einer Klappe will der Bezirksausschuss Allach-Untermenzing mit seinem jüngsten Beschluss zur Zukunft der Eversbuschstraße 155 schlagen...

Allach – Das Haus im Dorfensemble wird für zwei Millionen Euro saniert. 2017 war schon ein Abbruchantrag gestellt, doch das Gebäude wurde als Teil des Allacher Ortskerns unter Ensembleschutz gestellt (Hallo berichtete). 

Das um 1900 errichtete Haus soll als Teil des historischen Allacher Ortskerns erhalten und saniert werden sowie dringend nötige Betreuungsplätze für Kinder bieten.

Seit Jahren steht das zuletzt als Wohnhaus genutzte Gebäude an der Eversbuschstraße 155 leer.

Konkret will der BA dort den Integrationskindergarten „Spielwerkstatt Allach-Untermenzing“ unterbringen. Der sucht nach der Kündigung seiner Räume an der Augustenfelder Straße 33 nach über 40 Jahren Arbeit im Stadtteil neue Räume (Hallo berichtete). 

„Noch sind wir zwar nicht der gesetzte Mieter. Aber es macht uns große Hoffnung, wie sich alle im BA und bei der Stadt für uns engagieren“, freut sich Roland Gratzl, Vorsitzender des Spielwerkstatt-Trägervereins über den Projektauftrag, den der BA jetzt erteilt hat. 

Danach soll das Gebäude für rund 2,1 Millionen Euro bis zum Schuljahresbeginn 2022/23 saniert und für eine Kita-Nutzung umgebaut werden.

Jetzt soll eine Kindertagesstätte neues Leben in Haus und Garten bringen.

Das Raumprogramm orientiert sich an den Bedürfnissen der Spielwerkstatt: Platz für einen zweigruppigen Kindergarten mit 30 Betreuungsplätzen, davon fünf Integrationsplätze. 

Das Kommunalreferat erklärt in seiner Vorlage an den BA, dass die Stadt „ein Mietverhältnis mit der Spielwerkstatt unter Berücksichtigung der vergaberechtlichen Rahmenbedingungen“ anstrebe. 

Zudem kündigt das Referat ein beschleunigtes Verfahren an. Trotzdem könnte die Zeit für die Spielwerkstatt knapp werden. Kündigungstermin für die bisherigen Räume ist nämlich schon Ende August 2020. „Wir hoffen jetzt, dass wir unserem Vermieter noch bis zu zwei Jahre abringen können“, so der Vereinsvorstand.

Der BA drückt die Daumen. In dieser Kita-Nutzung sieht das Stadtteilgremium die passendste Ergänzung zum geplanten Kulturbürgerhaus, das in unmittelbarer Nachbarschaft an der Eversbuschstraße entsteht. Gleichzeitig kämpft das Gremium seit 2017 für die Rettung des privaten Integrationskindergartens. „Jetzt ist es soweit, und darüber bin ich sehr froh“, kommentiert Viertel-Chefin Heike Kainz (CSU) den jüngsten Beschluss.

ul

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