Wieso es rund um den geplanten Hotel-Neubau nun mehr Stellflächen als geplant geben könnte

Marienplatz: Doch 150 statt 50 Stellplätze?

SPD-Fraktionssprecherin Constanze Söllner-Schaar

Noch ist es nur eine Brache, doch künftig soll dieses Areal am Marienplatz unter anderem ein Hotel beherbergen. Streit gibt es dabei aber um die Zahl der Parkplätze. Warum das SPD-Fraktionssprecherin Constanze Söllner-Schaar lesen Sie hier.

Am Pasinger Marienplatz dürfte es nun doch mehr Parkplätze geben als zunächst geplant. Das ist das Ergebnis eines nicht-öffentlichen Gespräches zu dem Thema, das nun zwischen verschiedenen Lokalpolitikern, der Lokalbaukommission und dem Grünwalder Investor Martin Bucher stattgefunden hat.

Entstehen soll am Marienplatz ein Hotel mit 101 Zimmern, 19 Appartements und mehreren Geschäften sowie 51 Stellplätzen in der Tiefgarage. Wegen der Parkflächen geriet vor allem die CSU im Bezirksausschuss (BA) Pasing-Obermenzing in Wallung, sie forderte schon im Sommer deutlich mehr Raum für Autos (Hallo berichtete). So könnte es nun auch kommen.

„Der Investor soll prüfen, wie die Zahl der Stellplätze vermehrbar ist“, sagt Dr. Constanze Söllner-Schaar, die Sprecherin der SPD-Fraktion im BA, über die aktuelle Unterredung. Im Gespräch sei eine Verdreifachung des ursprünglichen Angebots, also eine Zahl von rund 150 Plätzen. Was Söllner-Schaar nicht gut findet.

„Wir befürchten nun Verzögerungen bei der Bebauung und außerdem, dass mehr Parkplätze auch mehr Verkehr anziehen“, ärgert sich die Politikerin. Sie ergänzt: „Das autofreie Münchner Zentrum gilt weltweit als Vorbild für eine bürgerfreundliche Innenstadt. Das wünschen wir uns auch fürs Pasinger Zentrum.“

Und was wünschen sich die Bürger? „Die Parkplatz-Situation in Pasing ist eine Katastrophe, Stellplätze braucht’s also mehr und nicht weniger“, meint bei einer Hallo-Umfrage die 30-jährige Christiane Simmet. Das findet auch Manfred Roth (75, Foto). „Die Leute müssen ja irgendwie ins Zentrum und wieder rauskommen.“ Sabine Aubauer (75) sagt indes: „Ich mag verkehrsberuhigte Orte, da fühlt man sich als Fußgänger wohler.“ Sie hofft, dass sich am Marienplatz bald etwas tut – „das ist derzeit ja ein trauriger Ort“. 

Manfred Roth

Zu seinem Zeitplan will sich Investor Martin Bucher auf Nachfrage indes nicht äußern. Er bestätigt aber, dass er wegen des Parkplatz-Themas nun „eine Alternative“ prüfe. Im neuen Jahr soll es eine Einwohnerversammlung zur Marienplatz-Bebauung geben.

Christopher Beschnitt

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