Öffentlicher Nahverkehr

Lochhausen: Über die Planke zum 830er-Bus 

Dagmar Mosch (links) und Alice Beining (rechts) müssen auf einer Böschung direkt an der Lochhausener Straße auf den 830er-Bus warten. Für die Grünen-Politikerinnen ist das kein Zustand.
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Dagmar Mosch (links) und Alice Beining (rechts) müssen auf einer Böschung direkt an der Lochhausener Straße auf den 830er-Bus warten. Für die Grünen-Politikerinnen ist das kein Zustand.

Grüne wollen Holzplattform für Haltestelle „Krähenweg“ des Busses der Linie 830 – Umbau der Lochhausener Straße verzögert sich weiter

  • An der Bushaltestelle „Krähenweg“ stehen die Fahrgäste im hohen Gras
  • Nicht einmal einen halben Meter entfernt brausen die Autos vorbei
  • Umbau der Lochhausener Straße verzögert sich weiter

Lochhausen - An der Haltestelle „Krähenweg“ der Buslinie 830 in Lochhausen gibt es keinen Fahrplan. Die Fahrgäste warten auf einer abfallenden Böschung im hohen Gras. Höchstens einen halben Meter entfernt brausen die Autos auf der stark befahrenen Lochhausener Straße vorbei. Für die örtlichen Grünen ist das kein hinnehmbarer Zustand mehr. Sie haben beim Bezirksausschuss einen Antrag gestellt, die Verhältnisse an der Haltestelle zu verbessern.

Holzpodest für die Haltestelle des 830ers an der Lochhausener Straße

Fraktionssprecherin Dagmar Mosch fordert: „Wir wollen, dass man auf beiden Seiten sicher warten sowie ein- und aussteigen kann.“ Derzeit stehe man mit einem Fuß schon fast auf der Straße. Deshalb schlagen sie und ihre Kollegin Alice Beining ein Holzpodest vor. Auch der fehlende Fahrplan ärgert die beiden: „Man wüsste doch ganz gerne, wann der Bus kommt“, meint Mosch.

MVV-Sprecherin Franziska Hartmann teilt auf Hallo-Anfrage mit: „Uns sind die Verhältnisse bekannt. Die zuständigen Verkehrs­planer beurteilen den Zustand der Haltestelle als schwierig.“ Vor allem mobilitätseingeschränkte Personen mit Rollstuhl oder Rollator könnten die Haltestelle eigentlich gar nicht nutzen. Allerdings sei nicht der MVV, sondern das staatliche Bauamt Freising für die Haltestelle, die an einer Staatsstraße liegt, zuständig.

Kostengünstige Zwischenlösung wegen geplanten Umbau der Straße gefordert

Das Bauamt hat sowieso geplant, die Lochhausener Straße zwischen der Stadtgrenze und der Pirolstraße umzubauen. Im Zuge dessen könnte auch die Situation an der Haltestelle entschärft werden. Die Arbeiten sollten allerdings bereits vor zwei Jahren starten. „Es tut sich aber einfach nichts. Wer weiß, wie lange wir noch warten müssen. Deswegen brauchen wir jetzt eine annehmbare und kostengünstige Zwischenlösung für die Bushaltestelle“, fordert Mosch.

Hochwasserproblematik verzögert Straßenumbau

Sylvia Pfister, Sprecherin des Bauamts, teilt mit, dass sich der Umbau der Straße verzögert, weil diese in einem Überschwemmungsgebiet liegt. Es sei ein hydraulischer Nachweis nötig, dass die umgebaute Straße ein eventuell auftretendes Hochwassers nicht negativ beeinflussen würde. „Sollten sich allerdings nicht unwesentliche Änderungen ergeben, müssen wir unsere Planungen anpassen und deren Auswirkungen neu berechnen lassen.“ Somit sei nicht absehbar, wann ein Umbau starten könnte. Das Bauamt will daher einen temporären Umbau der Bushaltestelle prüfen.

Cordelia Schlederer

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