Matsch und Schrottautos

Schandfleck mitten in Lochhausen

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Jürgen Umseher ärgert sich über den Matsch und die Schrottautos auf dem Depotplatz.

Lochhausen - Seit Jahren warten Bürger und Bezirksausschuss auf einen grünen Platz mit hoher Aufenthaltsqualität - doch statt dessen gibt es nur Ärger

Eine kleine grüne Oase sollte an der Ecke Schussenrieder Straße und Schubinweg in Lochhausen entstehen. Doch statt Bäumen und Bänken finden sich auf dem Depotplatz knietiefe Schlammpfützen, abgestellte Schrottautos und ein unbefestigter Parkplatz. Als Auflage für das Neubaugebiet „Am Lochhausener Hügel“ muss der Bauherr einen kleinen Platz am Rand der neuen Siedlung schaffen. Seit drei Jahren gibt es konkrete Pläne: Zwischen Kirschbäumen und Linden sollen mehrere Bänke zum Verweilen einladen. Doch passiert ist bislang nichts. Nun reicht es dem Aubinger Bezirksausschuss. Der stellvertretende Vorsitzende Jürgen Umseher (CSU) sagt: „Das ist unverschämt. Seit Jahren ist es ein Schandfleck mitten im Ort. Wir wollten dort eine hohe Aufenthaltsqualität schaffen und das Ensemble aufwerten. Stattdessen haben wir einen illegalen Schrottplatz.“

Der Bauherr will sich allerdings erst um die Fläche kümmern, wenn er das Neubaugebiet fertigstellt. Es fehlen noch acht Reihenhäuser. Allerdings finde er keine Baufirma mit freien Kapazitäten, lautet die Rechtfertigung des Bauträgers dafür, dass nichts vorwärts geht. Umseher will das nicht glauben: „Wenn man die Reihenhäuser wirklich bauen will, findet man auch jemanden.“ Ihn ärgert die brachliegende Fläche: „Da schafft man in Zeiten von großer Wohnungsnot Baurecht und nichts passiert.“ Zwar hält er es grundsätzlich für sinnvoll, den Depotplatz im Zuge des Häuserbaus anzulegen, aber: „Wenn es sich noch länger hinzieht, drängen wir darauf, dass dies unabhängig davon passiert.“ Das sei auch eine Sicherheitsfrage, denn mit dem Platz soll ein Bürgersteig kommen. In Umsehers Augen ist das wichtig, da in diesem Gebiet viele Schulkinder unterwegs seien. Deshalb fordert der Bezirksausschuss, dass die Stadt die Erstellung des Platzes schnellstmöglich durchsetzt – notfalls auch mit rechtlichen Mitteln.Andreas Schwarzbauer

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