Sauberkeit am Bahnhof

Den Lochhausern stinkt's am Bahnhof weiter

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Vor allem im Gang zum Aufzug sind Urinpfützen und Dreck am Boden. Der Aufzug selbst war zuletzt mit Kot beschmiert. 

Trotz zahlreicher Beschwerden will die Bahn den Bahnhof nicht häufiger reinigen lassen

Immer wieder beschweren sich die Lochhauser über die Verschmutzungen und vor allen den beißenden Uringestank an ihrem Bahnhof (Hallo berichtete). Doch die Bahn sieht keinen Handlungsbedarf. 

Bahn hält Reiningung des Lochhausener Bahnhofs für ausreichend

Bahn-Sprecher Anton Knapp teilte bereits im Juni mit: „Der Bahnhof wird dreimal die Woche grob und zweimal im Monat nass gereinigt.“ Das sei ausreichend. Aufgrund der zahlreichen Beschwerden befasste sich schließlich die Fachabteilung für entsprechende Reinigungsmaßnahmen mit den Zuständen am Lochhausener Bahnhof. Aber das Ergebnis ist dasselbe: „Die Reinigungsintervalle sind hinsichtlich der Kundenfrequenz des Bahnhofs Lochhausen angemessen und ausreichend“, teilte Bahn-Sprecher Bernd Honerkamp mit. 

Für eine häufigere und gründlichere Reinigung scheint zudem das Geld zu fehlen: „Die Finanzmittel aus den Stationsentgelten müssen so eingesetzt werden, dass sie für alle Stationen reichen“, teilt Honerkamp mit. 

Unverständnis bei den Lochhausern

Das stößt auf großes Unverständnis bei den Lochhausern. Tom Gahler sagt: „Ein absoluter Witz. Ich sage meinem Sohn jedes Mal, dass er ja nichts am Bahnhof anfassen soll.“ Christine Kell fordert: „Ich finde, dass da Kameras her müssen. Die würden sich bald bewähren, denn, wenn die Leute merken, dass sie dabei beobachtet werden, überlegen sie es sich vielleicht den Bahnhof als Toilette zu benutzen.“ Kameras will die Bahn aber aus Datenschutzgründen nur dort installieren, wo es unbedingt nötig sei: an Orten, an denen es regelmäßig massive Beschädigungen oder Gewaltdelikte gibt. 

Andreas Schwarzbauer

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