Weder Ampel noch Kreisverkehr

Achtung statt Ampel in Lochhausen!

Die Stadt hält weder eine Ampel noch einen Kreisverkehr zur Entschärfung dieser Kreuzung an der Lochhausener Straße für nötig und sinnvoll.
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Die Stadt hält weder eine Ampel noch einen Kreisverkehr zur Entschärfung dieser Kreuzung an der Lochhausener Straße für nötig und sinnvoll.

Lochhausen: Die Stadt schließt eine neue Lösung am „Beerencafé“ aus.

In eine kleine Lücke im Gegenverkehr drängt sich der Linksabbieger, der von der Lochhausener Straße zum „Beerencafé“ am Purpurweidenweg abbiegen will. Der nächste entgegenkommende Wagen muss scharf bremsen und drückt wütend die Hupe. Nur knapp entgehen die beiden Autofahrer einem Unfall.

Antrag auf eine Ampel beim Beerencafé

 Das passiert dort unmittelbar an der Autobahnzufahrt zur A99 häufig, weiß Julia Resch. Sie sagt: „Der Verkehrsstrom kommt ununterbrochen von rechts und links.“ Fahrer, die aus der Straße „Am Langwieder Bach“ zu dem beliebten Café oder zum benachbarten Maislabyrinth wollen, und Linksabbieger müssen meistens lange warten. Dadurch staut sich der Verkehr und das Unfallrisiko steigt, wie Resch sagt. Denn: „Viele drücken sich dann gerade noch kurz vor dem nächsten Autos durch.“ Deshalb hat Resch beim Aubinger Bezirksausschuss einen Antrag auf eine Ampel gestellt. 

Sie ist nicht die Erste, der die Situation an dieser Stelle missfällt. Zuletzt hatte eine Lochhauserin einen Kreisverkehr vorgeschlagen. Auch der Aubinger Bezirksausschuss sorgt sich um die Sicherheit an dieser Stelle. Viele Radler ,die auf dem Weg zur Langwieder Seenplatte sind, queren dort die Straße. Für sie will das Stadtteilgremium eine Unterführung unter der Lochhausener Straße hindurch. 

Stadt lehnt sämtliche Vorschläge ab

Doch sämtliche Vorschläge haben Bau- und Kreisverwaltungsreferat bisher abgelehnt: „Innerhalb geschlossener Ortschaften soll ein Kreisverkehr vorrangig zur Verbindung gleichrangiger Straßenräume eingesetzt werden“, teilte das Baureferat mit. Während die Lochhausener Straße täglich 23 000 Autos nutzen, liegt das Verkehrsaufkommen auf der Straße „Am Langwieder Bach“ und dem Purpurweidenweg weit darunter. Ein Kreisverkehr würde die beiden Nebenstraßen „überproportional aufwerten und den Verkehr in der Lochhausener Straße unverhältnismäßig ausbremsen“, so das Baureferat.

Bei einer Ampel befürchtete die Behörde Rückstaus, die „bis weit über die Stadtgrenze hinaus“ zu spüren wären, denn die Lochhausener Straße leiste „einen bedeutenden Anteil zur Bewältigung der täglichen Pendlerströme zwischen den angrenzenden Landkreisen und der Landeshauptstadt München.“ 

Und eine Unterführung wiederum sei so teuer, dass sie aktuell nicht zur Diskussion steht. Das Kreisverwaltungsreferat empfiehlt stattdessen: „“Grundsätzlich sollte man die Kreuzung als Fußgänger und Radler, wenn's irgendwie geht, meiden.“ 

An der Kreuzung ist bereits etwas passiert

Johannes Mayer vom Kreisverwaltungsreferat weist daraufhin, dass an der Kreuzung seit 2015 einiges geschehen ist: „In der Lochhausener Straße und Am Langwieder Bach wurden neongelbe Warntafeln aufgestellt, zudem wurde das Brückengeländer, welches ein Sichthindernis war, ausgetauscht und Gebüsch zur besseren Sicht entfernt.“ Außerdem prüft das Kreisverwaltungsreferat derzeit, ob der Purpurweidenweg in Richtung Langwied zu einer Einbahnstraße werden könnte.

Andreas Schwarzbauer

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