Bezirksausschüsse lehnen Stadt-Konzept ab: Keine Viertel-Zuschüsse für WCs in Gaststätten

„Nette Toilette“ – ein Griff ins Klo?

Es besteht akuter Nachholbedarf bei der Installation von öffentlichen WCs. Warum sich die Bezirksausschüsse und die Stadt nicht einigen konnten, lesen Sie hier.

Das Kommunalreferat muss sich etwas Neues einfallen lassen, um den Mangel an öffentlichen WCs (Foto) auszugleichen. Mit ihrem bisherigen Konzept zur Einführung einer „Netten Toilette“ in ausgewählten Gaststätten stößt die Verwaltung in den Bezirksausschüssen (BAs) bisher jedenfalls auf Widerstand.

Gut die Hälfte der 25 Stadtteilgremien hat das Konzept bereits einhellig abgelehnt, darunter auch der BA Neuhausen-Nymphenburg. Was die Stadtteilpolitiker besonders stört: „Es hat uns sehr irritiert, dass wir BAs selbst mit den Wirten verhandeln und Verträge abschließen sollen. Und dann soll das Ganze auch noch aus unseren ohnehin knappen BA-Budgets finanziert werden“, sagt Neuhausens Viertelchefin Anna Hanusch (Grüne).

Zu Jahresbeginn, als die Stadt das Prinzip der „Netten Toilette“ in allen BAs vorgestellt und nach ersten Ideen gefragt hat, war davon noch nicht die Rede gewesen. Entsprechend aufgeschlossen reagierten die Gremien zunächst und schlugen zusammen rund 120 Lokale als geeignete Standorte vor. Die Verwaltung folgerte daraus, dass die Umsetzung vor Ort bei den BAs am besten aufgehoben sei. Doch Hanusch widerspricht: „Es kann nicht sein, dass sich die Stadt da aus der Verantwortung nehmen will.“

„Wir warten jetzt noch die restlichen Stellungnahmen ab und müssen uns dann gegebenenfalls einen Plan B überlegen“, sagt Bernd Plank, Sprecher des Kommunalreferats. In einem Punkt hat die Verwaltung bereits auf die Abfuhren reagiert: Das Konzept wurde fürs Erste von der Tagesordnung für den Stadtrat gestrichen. ul

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