Erste Hilfe für die Seenplatte

Langwieder Seen: Verkehrschaos sorgt für Probleme bei Rettungsdiensten – BA fordert Besserung

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Im Sommer herrscht oft Hochbetrieb an der Langwieder Seenplatte.

An heißen Sommertagen strömen die Menschen zur Langwieder Seenplatte. Weil viele mit dem Auto fahren, kommt es regelmäßig zu langen Rückstaus – zum Ärger der Rettungsdienste...

Langwied – Bei schönem Wetter strömen zahlreiche Menschen aus ganz München zur Langwieder Seenplatte. Viele kommen mit dem Auto. Regelmäßig staut sich der Verkehr weit zurück. Die Autobahnausfahrt muss meist schon gegen 9 Uhr gesperrt werden. Aber auch die Eschenrieder Straße als Zubringer ist oftmals dicht. Das führe zu gefährlichen Situationen, bemängelt die CSU-Fraktion im Aubinger Bezirksausschuss.

Besonders gefährlich sei der Rückstau, weil Rettungsfahrzeuge dann nur mit großen Behinderungen zum See kämen, hat BA-Chef Sebastian Kriesel beobachtet. Der Vorsitzende der Wasserwacht München-West Stefan Gruber bestätigt das. Zwar hätten seine Kräfte vor Ort keine Probleme, weil sie auf Fußwegen unterwegs seien. „Allerdings haben nachrückende Kräfte wie Rettungswagen oder Notärzte oft erhebliche Probleme uns an der Einsatzstelle zu erreichen.“ Das führe zum Teil zu großen zeitlichen Verzögerungen.

Außerdem rückt die Wasserwacht häufig als Ersthelfer in die nähere Umgebung aus. Dabei gebe es wegen der Verkehrs­überlastung auch immer wieder Probleme. „Da die Zufahrtsstraßen eng sind, helfen zum Teil auch Martinshorn und Blaulicht nichts, da die Fahrzeuge keine Möglichkeit zum Ausweichen haben“, so Gruber.

Die Sprecherin des Roten Kreuzes München, Andrea Frauscher, sieht die Verkehrsentwicklung ebenfalls kritisch: „Dass alle Zufahrtswege zur Langwieder Seenplatte dicht sind, haben wir mittlerweile an drei bis vier heißen Sommerwochenenden.“ In diesen Fällen warte der Krankenwagen an der Autobahn. Die Patienten würden dann mit dem Rettungsboot auf diese Seite des Sees transportiert.

Eine Alternative zum Auto wäre der Badebus, der am Lochhausener Bahnhof abfährt. Allerdings steht dieser auf den rund drei Kilometern auch oft im Stau. „Verspätungen von 20 Minuten sind leider keine Seltenheit. Teilweise führt der Rückstau auch zu ausgefallenen Fahrten“, sagt MVG-Sprecher Matthias Korte.

Ein weiteres Problem sind für BA-Chef Kriesel, dass es bei Stau immer wieder riskante Überholmanöver gebe. Der Verlauf der Eschenrieder Straße sei sehr kurvig. Deshalb komme es immer wieder zu gefährlichen Situationen. Die zuständige Polizeiinspektion Moosach bewertet die Unfallsituation allerdings als unauffällig. 

Dennoch fordert Kriesel, dass sich die Stadt Verbesserungen überlegen muss. Beispielsweise sollte Autofahrern frühzeitig angezeigt werden, dass der Parkplatz am See bereits voll ist. Der Bezirksausschuss entscheidet in seiner Sitzung am Mittwoch, 17. Juli, ab 19.30 Uhr im Schnitzel und Hendlhaus, Limesstraße 63, über den Antrag.

Andreas Schwarzbauer

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