Langwieder Seenplatte

Sorge um Seebiotope – Gefahr für geschützte Uferbereiche durch Stand-Up-Paddler und Boote

Am Lußsee sind viele Stand-up-Paddler unterwegs.
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Am Lußsee sind viele Stand-up-Paddler unterwegs.

Immer wieder sind Boote und Stand-Up-Paddler an den Ufern der Biotopfläche an der Seenplatte in Langwied unterwegs. Das hat Auswirkungen auf die Umwelt.

  • Die Biotopfläche an der Langwieder Seenplatte ist in Gefahr.
  • An den Ufern sind Boote und Stand-Up-Paddler unterwegs.
  • Der Bund Naturschutz fordert schärfere Kontrollen und Absperrungen. 

Langwied – Die Langwieder Seenplatte ist nicht nur ein beliebtes Naherholungsgebiet, sondern umfasst auch mehrere Biotopflächen. Die Ostseite des Lußsees sowie die Westseite des Langwieder Sees sind geschützt. Badegäste dürfen sie eigentlich weder betreten noch mit Booten befahren. 

Doch das funktioniert nicht. Immer häufiger seien dort Boote und Stand-up-Paddler unterwegs. „Ein eklatanter Rückgang des Schilfs durch Anlanden sowie Fahrrinnen ist deutlich zu erkennen. Der Bestand an Schilfbrütern, Libellen und anderen Insekten ist stark zurückgegangen“, kritisiert die ÖDP/Freie-Wähler-Stadtratsfraktion in einem Antrag. 

Geschützte Seebiotope in Langwieder durch Badegäste in Gefahr

Ernst Habersbrunner vom Bund Naturschutz stimmt zu: „Die Kanten der Surfbretter schleifen das Schilf ab und es wird brüchig. Uferbrüter haben keine Chance, denn die Tiere werden dauernd gestört.“ 

Ernst Habersbrunner vom Bund Naturschutz.

Das Problem: Während die Biotope auf der Landseite teilweise durch Zäune geschützt sind, seien sie von der Seeseite her nicht erkennbar. Deshalb wünschen sich ÖDP/Freie Wähler und Bund Naturschutz schwimmende Ketten, die die Bereiche abgrenzen sollen. „Viele fahren unwissend hinein“, vermutet Habersbrunner. „Eine Absperrung wäre sinnvoll, damit die Leute wissen, dass sie eine Grenze überschreiten.“ 

Darüber hinaus sollen Schilder über die Biotope informieren, um die „Akzeptanz der Schutzmaßnahmen“ zu erhöhen. Wer dann dennoch im Biotopbereich erwischt wird, sollte bestraft werden, fordert der Naturschützer. Dafür seien allerdings auch schärfere Kontrollen nötig. 

An heißen Sommertagen strömen die Menschen zur Langwieder Seenplatte. Weil viele mit dem Auto fahren, kommt es regelmäßig zu langen Rückstaus – zum Ärger der Rettungsdienste...

andy

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