Langwieder ärgern sich über Raser und mangelnde Hilfe der Stadt

An dieses Limit hält sich keiner!

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Die Nachbarn aus der Straße Im Stocket sind es leid: Immer wieder rasen Auto- und Motorradfahrer an ihren Häusern vorbei – und das, obwohl ganz Langwied als Tempo 30-Zone ausgewiesen ist. Die Anwohner fühlen sich von der Stadt allein gelassen. Sie fordern verschiedene Maßnahmen, um den Verkehr zu bremsen.

Es wird immer schlimmer – darin sind sich die Anwohner der Langwieder Straße Im Stocket einig. Sie meinen den Verkehr: „Unser ganzer Ort ist eine 30-Zone – daran halten sich aber immer weniger Autofahrer“, empört sich etwa Martina Winklmair. Sie erklärt, weshalb gerade ihre Straße so stark von Rasern betroffen sei: „Zunehmend nutzen Pendler sie zur Umfahrung der täglichen Staus auf der A 99.“ 

Diese Anwohner ärgern sich sehr darüber, dass sich in Langwied kaum ein Autofahrer an das im gesamten Ort gültige Tempo-30-Limit halte (von links): Günter Raup, Erwin Jund, Hans Blaser, Helmut Rauch und Emilie Jund.

Winklmair beklagt die Folgen: „Durch die Raser hat der Lärm zugenommen. Außerdem wächst das Risiko für Radfahrer. Und Autofahrer, die sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten, werden von anderen per Lichthupe bedrängt. Besonders schlimm ist es am Ortsausgang, am Übergang zur Müllerstadelstraße.“

Die Polizei kennt die Zustände: „Wir können das Problem bestätigen“, heißt es in einem Schreiben der Inspektion Pasing an Winklmair, die sich schon an die Beamten gewandt hat. Für das Aufstellen von Blitzern sei indes die Stadt zuständig.

Deren Kreisverwaltungsreferat nimmt zu dem Thema wie folgt Stellung. Sprecher Johannes Mayer sagt, Im Stocket fehlten ausreichend lange gerade verlaufende Abschnitte. Un­ter anderem deshalb bestehe „keinerlei Möglichkeit zur Durchführung von gerichtsverwertbaren Geschwindigkeits­kontrollen mit den zur Verfügung stehenden Radarmess­einheiten“. Doch es gebe Hoffnung: „Mittlerweile haben sich neben der Radarmesstechnik zusehends Lasermess-Systeme auf dem Markt etabliert.“ Für sie seien die sogenannten „messtechnischen Einschränkungen“ Im Stocket wohl kein Problem. Diese würden nun angeschafft. Mayer kündigt an: „Der fragliche Straßenzug ist bereits für den künftigen Lasermesstechnik-Einsatz vorgesehen.“

Martina Winklmair und weitere Im-Stocket-Anwohner wie Erwin und Emilie Jund, Günter Raup, Hans Blaser und Helmut Rauch haben indes noch andere Ideen: „Könnte man nicht Tempo 30 auch auf die Straße pinseln?“, fragen sie. „Oder Smiley-Tafeln aufstellen, die anzeigen, ob man angemessen fährt? Oder Buchten in die Straße bauen, damit das Rasen aufhört?“

Dass etwas passieren muss, findet auch der zuständige Chef des Bezirksausschusses Aubing-Lochhausen-Langwied, Sebastian Kriesel (CSU): „Kurzfristig könnten auch Pfosten oder Poller helfen.“

Doch bauliche Veränderungen bräuchten wohl einige Zeit. Denn Johannes Mayer sagt: „Sie wären Gegenstand einer Prüfung in Kooperation mit den anderen beteiligten Referaten, dem Planungs- und dem Baureferat.“ Christopher Beschnitt

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