Riegerhofstraße

Zoff um Container an Lukas-Schule

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Dass die Schule keine Container bekommen soll, findet BA-Mitglied Alexandra Gaßmann skandalös.

Laim: 23 Klassen aber nur 18 Räume – dennoch stimmt Bezirksausschuss gegen Behelfs-Lösung.

Die private Lukas-Schule in der Riegerhofstraße soll größer werden. Ein Bauantrag liegt vor – genehmigt ist er aber noch nicht. Dass nun zwischenzeitlich Container errichtet werden sollen, um dem Zulauf gerecht zu werden, stieß in der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses (BA) Laim weitestgehend auf Unverständnis. Der Ausschuss stimmte der „Hilfslösung“ nicht zu. Zunächst solle mit der Lokalbaukommission gesprochen werden, wann endlich die Baugenehmigung da sei, erklärte BA-Chef Josef Mögele.

Maßlos verärgert über den Beschluss ist Alexandra Gaßmann (CSU). Durch ihren jüngsten Sohn, der dort zwar nicht aufs Gymnasium, das erweitert werden soll, sondern auf die Grundschule geht, kennt sie die Einrichtungen. „Jede andere Schule kriegt Container, nur die Lukas-Schule nicht. Das ist skandalös“, regt sie sich auf. „Ein paar Klassen haben jetzt nicht einmal mehr eigene Klassenzimmer, dabei sollen die Kinder doch auch einen guten Schulalltag und nicht das Gefühl haben, eine Nomadenklasse zu sein.“ Derzeit werden die Klassen übergangsweise in Mehrzweckräumen unterrichtet. Bei der BA-Sitzung selbst war Gaßmann wegen einer Dienstreise nicht anwesend, die Entscheidung ihrer Kollegen kann sie aber überhaupt nicht nachvollziehen. Da die Lukas-Schule eine Privatschule ist, würden der Stadt mit den Containern keine zusätzlichen Kosten entstehen.

Die Container mit zwei Klassenzimmern sollen ab November an der Nordseite des Bestandbaus aufgestellt werden. Innerhalb der CSU war man sich uneinig, ob das Vorhaben zu befürworten sei. Alexander Schöttl fand, dass die Aufstellung genehmigt werden sollte: „In diesem Schuljahr gibt es 23 Klassen, aber nur 18 Klassenräume – da herrscht eklatante Raumnot.“ Fraktionssprecherin Anette Zöllner sprach sich dagegen aus. Auch die SPD zeigte sich verhalten. „Wir sind sehr vorsichtig, immer weitere Erweiterungen zuzugestehen“, sagte Sprecherin Martha Mertens. Auch die Grünen wollen die „Salami-Taktik“ nicht unterstützen.

Martin Wagner, der Geschäftsführer der Lukas-Schulen ist dennoch optimistisch. Er glaubt, dass die Container trotzdem bald aufgestellt werden. Außerdem ist er zuversichtlich, dass zeitnah die Baugenehmigung der Lokalbaumission für den Erweiterungsbau vorhanden ist. cla/dbo

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