Weil die Querung einer Ampel für Passanten unsicher ist, fordern Bürger Verbesserungen

Unfallgefahr: Ist das die gefährlichste Ampel der Stadt?

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Nicht jeder Linksabbieger von der Siglstraße kommend, beachtet die orange Blinkampel, die auf den Vorrang der Fußgänger hinweist.

Laim - Die Ampel ist grün, man kann die Straße gefahrlos überqueren? Nicht so in dieser Kreuzung in Laim - Bürger wollen die Situation jetzt entschärfen

Die Überquerung einer Straße in Laim bereitet den Anwohnern große Sorge – trotz vorhandener Ampel. Der Grund: An ihrem nördlichen Ende mündet die Siglstraße in die Agnes-Bernauer-Straße. Linksabbieger von der Siglstraße kommend werden mittels einer Blinkampel dazu angehalten stehenzubleiben und die Passanten, welche Grün haben, queren zu lassen. Das Problem: Viele halten sich nicht an die Regelung. „Hier wird gerast, dass es ganz aus ist“, regt sich Martin Panzergrau auf.

Martin Panzergrau ist besorgt: Trotz vorhandener Ampel birgt die Kreuzung eine große Gefahr für Fußgänger.

Der 32-Jährige ist in der Gegend aufgewachsen, hat bis vor Kurzem noch um die Ecke gewohnt und kommt immer noch fast täglich an besagter Stelle vorbei. „Das Blinklicht wird nie beachtet und es ist nur eine Frage der Zeit, bis es hier Tote gibt“, sagt Panzergrau. Denn hinzu kommt, dass sich unmittelbar neben der Problemstelle der Kindergarten Zu den Heiligen Zölf Aposteln befindet, die Grund- und Mittelschule an der Schrobenhausenerstraße sind auch nicht weit entfernt. „Ich habe schon so oft beobachtet, wie fast jemand angefahren wurde, oft Kinder, weil das Blinklicht definitiv nicht ausreicht. Die Stadt handelt da grob fahrlässig“, sagt Panzergrau und fügt hinzu, dass das viele seiner ehemaligen Nachbarn bestätigen könnten.

Seine Vorschläge für eine Entschärfung der Situation: Entweder eine Tempo-30-Zone einrichten oder zusätzlich eine rote Bodenmarkierung anbringen. Einen Antrag beim Bezirksausschuss oder bei der Bürgerversammlung hat der Gartenbautechniker bisher nicht gestellt: „Die derzeitige Situation ist untragbar. Das muss zunächst öffentlich gemacht werden, sonst dauert das viel zu lange.“

Von Seiten der Stadt heißt es, dass dem Kreisverwaltungsreferat (KVR) aus den vergangenen Jahren keine Beschwerden zur Verkehrssicherheit am genannten Übergang vorliegen. „Der ampelgeregelte Übergang ist für alle Verkehrsteilnehmer gut einsehbar, Sichtbehinderungen durch parkende Fahrzeuge sind nicht vorhanden. Das Verkehrsaufkommen durch linsabbiegende Fahrzeuge aus der Siglstraße ist gering. Diese Abbieger werden durch die beiden Gelbblinker zusätzlich noch auf querende Fußgänger hingewiesen. Weitergehende Maßnahmen zur Verkehrssicherheit sind aus unserer fachlichen Sicht derzeit nicht erforderlich“, sagt Johannes Mayer vom KVR. Auch Deniz Bora von der Polizei München erklärt, dass die Stelle im zuständigen Revier nicht als Unfallschwerpunkt bekannt sei und man daher keinen Grund für weitere Maßnahmen sehe. dbo

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