Dach der Stadtbibliothek undicht

Regen- und Platzproblem in der Stadtbibliothek Laim

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Das Laimer Stadtteilzentrum ist undicht und zu klein.

Laim: Der BA fordert gleich eine Erweiterung des Stadtteilzentrums.

Volkshochschul-Leiter Michael Widl-Stüber und Bibliotheksleiterin Eva Fetzer hoffen auf eine Erweiterung.

Immer wenn es stark regnet müssen die Mitarbeiter der Stadtbibliothek Laim Eimer in der Lesehalle aufstellen. Denn: „Das Dach hat mehrere undichte Stellen“, erklärt Bibliotheksleiterin Eva Fetzer. „Vor kurzem hat es Starkregen gegeben. Es hat noch zehn Tage später getropft.“ 

30 Jahre alt ist das Stadtteilzentrum in Laim, das Gebäude teilen sich die Stadtbibliothek und die Volkshochschule (VHS). „Das Flachdach hat mittlerweile insgesamt die Grenze seiner normalen Haltbarkeit überschritten“, erklärt Anke Buettner von der Direktion der Münchner Stadtbibliothek. Hinzu kämen bautechnische Mängel nach einem Umbau des benachbarten Gebäudes. Bereits in den letzten Jahren wurden immer wieder Wasserschäden behoben. Doch nur die einzelnen Löcher abzudichten ist langfristig keine Lösung. „Dann kommt das Wasser wieder an einer anderen Stelle“, erklärt Fetzer.

Ab Mai 2018 soll das Dach deshalb aufwendig instand gesetzt werden, vier Monate werden die Arbeiten dauern. Der Bezirksausschuss (BA) Laim hat jetzt einstimmig beantragt, dass im Zuge dessen gleich das gesamte Zentrum vergrößert werden soll, zum Beispiel durch eine Aufstockung. Denn die Gelegenheit sei günstig, wenn sowieso alle Medien ausgeräumt werden müssen.

In der Sitzung ging ein 30 Jahre alter Zeitungsausschnitt über das Stadtteilzentrum herum. Die Überschrift: „Neu gebaut und schon zu klein“. Damals war ein weiteres Stockwerk aus Gründen der Statik und des Baurechts nicht möglich. Jetzt fehlt es noch immer an Kapazitäten: „Es ist räumlich erbärmlich ausgestattet“, stellte BA-Mitglied Josef Kirchmeier fest und bekam dafür Zustimmung von allen Fraktionen.

50 000 Medien und über 200 000 Besucher hat die Stadtbibliothek Laim, pro Jahr gibt es 313 000 Ausleihen. Die VHS bietet im Frühlings-Sommer-Programm 110 Kurse an. 1500 Bürger haben dieses Jahr das Angebot schon genutzt. „Es wird super angenommen“, erklärt Michael Widl-Stüber von der VHS. Für die Kurse stehen ein Bewegungsraum und drei Unterrichtsräume mit einer Gesamtgröße von 360 Quadratmetern zur Verfügung. „Wir brauchen mehr“, sagt Widl-Stüber. Die VHS muss ihr Angebot an die vorhandenen Räume anpassen. Bei mehr Platz könnte sie das Programm ausweiten. Ideen dazu gibt es: „In Laim müsste es mehr Angebote geben, die die Entwicklung des Stadtbezirks aufgreifen“, findet Widl-Stüber. „Das interessiert die Leute“. Auch bei den anderen Fachgebieten sieht er Entwicklungspotential.

Genauso wie die Stadtbibliothek, die eine Ausleihfläche von 890 Quadratmetern hat. „Wir bräuchten dringend mehr Orte zum Lernen“, sagt Eva Fetzer. „Die Anforderungen an eine Bibliothek und die Besucher zahlen sind mehr geworden“, sagt sie.

Doch eine Erweiterung wäre kompliziert: „Rein baulich ist keine Aufstockung oder Erweiterung möglich“, erklärt Anke Buettner. „Ein Ausbau wird einem Neubau gleichkommen.“ Im BA und dem Stadtteilzentrum hofft man trotzdem, dass mit dem Regen- auch das Platzproblem gelöst wird. C. Schuri

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