Sechs Entwürfe in der engeren Auswahl wurden der Laimer Nachbarschaft vorgestellt

Ein komplett neues Viertel entsteht

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In Laim wird wieder gebaut. An der Ecke Zschokkestraße/Westendstraße entsteht ein komplett neues Viertel. Was es alles beinhalten soll, lesen Sie hier.

Es ist eines der größten Bauprojekte der nächsten Jahre in Laim: Zwischen 850 bis 1100 neue Wohnungen, ein Hochhaus, eine fünfzügige Grundschule, mehrere Kindertagesstätten, eine große Grünfläche und viele Geschäfte sollen an der Ecke Zschokkestraße/Westendstraße entstehen. Auf dem rund 8,7 Hektar großen Gelände, wo früher der Straßenbahnbetriebshof und der Busbetriebshof untergebracht waren, wird ein komplett neues Viertel gebaut. Jetzt wurden der Öffentlichkeit die Ergebnisse der ersten Stufe des Ideenwettbewerbs präsentiert. 18 Teams hatten ihre Entwürfe eingereicht, daraus wählte eine Jury sechs Preisträger aus.

Eines ist allen Entwürfen gemein: Der Autoverkehr soll aus der Siedlung möglichst komplett herausgehalten werden. Von außen haben die Bewohner Zufahrt zu Tiefgaragen, der innere Teil der Siedlung ist aber hauptsächlich Fußgängern und Radfahrern vorbehalten. Laut Stellplatzschlüssel bekommen rund 80 Prozent der Wohnungen einen eigenen Parkplatz. Bei den Anwohnern kamen bei der Infoveranstaltung Bedenken auf, dass einige neue Nachbarn oder deren Besucher wohl trotz Tiefgaragen die oberirdischen Parkplätze nutzen würden – was den Parkdruck im Viertel verstärken würde. Ein weiterer umstrittener Punkt war eine mögliche Schließung der Hans-Thonauer-Straße. Einige Bürger befürchteten, dass sich der Verkehr dadurch verlagern und zum Beispiel die Friedenheimerstraße zu stark belastet würde. Die Teilnehmer forderten außerdem einen direkten Zugang von der U-Bahn ins Quartier, ausreichend Fahrradstellplätze und die Verwirklichung verschiedener Wohnarten wie Atelierwohnungen, studentisches Wohnen oder ein Mehrgenerationenhaus.

Die Wohnungen und Geschäfte werden in mehreren Blöcken aufgeteilt sein. Die meisten Architekten haben diese Blöcke rund um den zwei Hektar großen Park geplant. Bei einem Konzept wird die Fläche zweigeteilt. Die eine Seite ist sehr dicht bebaut mit Wohnungen und Gebäuden, die andere Seite im Westen ist mit der großen Grünfläche dagegen sehr offen gestaltet

Welche Idee umgesetzt wird, entscheidet die Jury im Februar 2017. Bis dahin müssen alle Teilnehmer ihre Entwürfe überarbeiten und die Anmerkungen der Besucher und der Auswahlkommission miteinbeziehen. Im März wird das Ergebnis vorgestellt, dann folgt die Aufstellung eines Bebauungsplans.

Claudia Schuri

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