Jahresvorschau

Das Jahr der Neubauten in Pasing

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Am Knie entsteht ein Hochhaus.

Der Vorsitzende des Bezirksausschusses Pasing Romanus Scholz und seine Stellvertreterin Maria Osterhuber-Völkl blicken auf das Jahr 2018 in Pasing voraus

Einige wichtige Weichen könnten in diesem Jahr für Pasing gestellt werden. „Es gibt ein paar Sachen, bei denen wir dringend auf Beschlüsse warten“, sagen der Vorsitzende des Pasinger Bezirksausschusses Romanus Scholz und seine Stellvertreterin Maria Osterhuber-Völkl. 

Nördlicher Bahnhofsbereich

„Seit Jahren ist es überfällig, dass etwas vorwärtsgeht“, sagt Scholz. Unzählige Autos, die dort auf der Suche nach Parkplätzen sind, ein Radweg, der im Nichts endet, und Fahrräder, die kreuz und quer auf Plätzen und Gehwegen stehen. Bereits 2011 stellte ein Stadtplaner zwei Vorschläge vor, wie der Bereich schöner werden könnte. Passiert ist seither nichts. Im März soll es nun endlich ein Konzept geben. 

Kultursaal auf dem Stückgutgelände

„Wir brauchen ein kulturell vielfältig nutzbares Haus, in dem auch Vereine Unterschlupf finden“, sagt Osterhuber-Völkl. Dazu gehören ihrer Meinung nach ein Versammlungssaal für 250 bis 300 Personen, Übungsräume und Künstlerateliers. Ob ein Neubau dieser Größe auf dem ehemaligen Stückgutgelände Platz findet, prüft das Kommunalreferat noch. Pressesprecher Bernd Plank kündigt aber an, dass die Stadt Mitte des Jahres einen Architekturwettbewerb für den Kultursaal auslobt. Die Ergebnisse werden im März 2019 dem Stadtrat präsentiert. 

Pasinger Viktualienmarkt

Aus Hygiene- und Brandschutzgründen muss die Stadt die Markthallen dringend sanieren. Die Detailplanung soll endlich beginnen, fordern die Stadtteilpolitiker. „Dass es hier stockt, ruft bei uns Unverständnis hervor, weil der Viktualienmarkt einfach eine Perle ist“, sagt Osterhuber-Völkl. 

Quartier an der Paul-Gerhardt-Allee

Die Arbeiten für das Neubaugebiet mit den 2400 geplanten Wohnungen sind bereits 2017 gestartet. Dennoch wartet auch hier noch viel Arbeit auf den Bezirksausschuss. „Wir sind hinterher, dass vor dem Bezug der Häuser die Schule fertig ist, denn die anderen Schulen sind sowieso schon zu eng. Wenn noch mehr Kinder dazukommen, wird es richtig übel“, sagt Scholz. Außerdem müsse das Neubaugebiet besser angebunden werden. Vor allem warten Scholz und Osterhuber-Völkl auf die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zu einer S-Bahnhaltestelle Berduxstraße. „Man kann nicht einfach nur einen Bus fahren lassen und das war’s“, sagt Scholz. 

Neubauten Pasing Central, Marienplatz und am Knie

Auch einige sichtbare Veränderungen wird es heuer in Pasing geben. Am Bahnhof entsteht mit „Pasing Central“ ein neues Quartier mit 78 Wohnungen. Am Marienplatz laufen die Arbeiten für ein Geschäftszentrum mit 3300 Quadratmetern Verkaufsfläche und ein Hotel mit 101 Zimmern. Der Investor wird zudem 150 Tiefgaragenstellplätze bauen. Und an der Einfahrt nach Pasing wird es an der Kreuzung Landsberger Straße/Am Knie/Nordumgehung 2018 mit dem Bau des 60-Meter-Hochhaus losgehen. Auf dem Gelände des Umspannwerkes sind Wohnungen, Büros und auch Einzelhandelsflächen geplant. 

Pasinger Rundwege

Die Passagen und Fußwege, die Bäcker-, Gleichmann-, Spiegelstraße oder Rathausgasse miteinander verbinden, möchte der Bezirksausschuss aufwerten. „Wir wollen sie ansprechender machen und die Zugänge markieren“, sagt Scholz. 

Schulen

Das Karlsgymnasium erhält 2018 einen Neubau mit zwölf Klassenzimmern sowie eine Sporthalle. Die Sanierung der Realschule an der Grandlstraße ist das größte Projekt in Obermenzing. 

Sonstiges

Auf der Kaflerstraße wird testweise ein Mittelstreifen installiert, um den Fußgängern die Überquerung der breiten Straße zu erleichtern. Außerdem feiert die Kirche Maria Schutz, dass sie vor 100 Jahren geweiht wurde. Der Bezirksausschuss befasst sich des weiteren damit, wie das Neubaugebiet an der Lipperheidestraße am besten erschlossen werden kann und mit der Umgestaltung der Dorfstraße. 

Andreas Schwarzbauer

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