Verkehr

Inseln im Autostrom der Planegger Straße

Die Grünen um (von links) Andreas Bergmann, Romanus Scholz, Sophia Genikomsidis und Tobias Hoderlein fordern eine Verkehrsinsel am Ortseingang von Pasing.
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Die Grünen um (von links) Andreas Bergmann, Romanus Scholz, Sophia Genikomsidis und Tobias Hoderlein fordern eine Verkehrsinsel am Ortseingang von Pasing.

Übergänge sollen bessere Bedingungen für Radler und Fußgänger an der Planegger Straße schaffen und den Besuch des Pasinger Stadtparks erleichtern

Pasing - Die Planegger Straße ist in den Augen der örtlichen Grünen eine Barriere zwischen den Wohngebieten im Pasinger Süden und dem Stadtpark. Deshalb haben sie im Bezirksausschuss ein ganzes Antragspaket gestellt. „Die Planegger Straße ist als Autobahnzubringer zur A96 stark befahren. Gleichzeitig gibt es aber auch immer wieder wichtige Querverbindungen für Fußgänger und Radler“, sagt Romanus Scholz. Deshalb fordern die Grünen zwei Verkehrsinseln und einen Zebrastreifen zwischen der Stadtgrenze und der Weinbergerstraße.

Verkehrsinsel für Besucher der Kindertagesstätte

Damit Besucher der Kindertagesstätte am Josef-Osterhuber-Platz sicherer über die Planegger Straße kommen, soll es dort eine Verkehrsinsel geben.

Handlungsbedarf sehen sie am Josef-Osterhuber-Platz. „Eine Querungshilfe wäre sinnvoll, damit man vom Wohngebiet besser zur dortigen Kindertagesstätte kommt“, sagt Andreas Bergmann. Eltern könnten dann die Planegger Straße sicher und ohne Umwege zu Fuß überqueren. Dadurch würde sich der Bring- und Holverkehr mit dem Auto reduzieren, hofft er. Zudem sei die Stelle eine wichtige Verbindung zwischen dem Stadtpark, dem Friedhof Pasing und den Wohngebieten auf beiden Seiten der Straße.

Verkehrsinsel soll Autos ausbremsen

Viele Autos, die von der A96 kommen, fahren zu schnell nach Pasing hinein.

Die zweite Verkehrsinsel wünschen sich die Grünen am Orts­eingang. Sie soll Autos, die von der A96 kommen, abbremsen und ihnen signalisieren, dass dort ein Wohngebiet beginnt. „Der Ortseingang Pasing wird an der Planegger Straße nicht ausreichend vermittelt, sodass viele Autofahrer mit hoher Geschwindigkeit in den bebauten Bereich einfahren“, erklärt BA-Mitglied Tobias Hoderlein. Auch dort herrsche zudem reger Fußgänger- und Radverkehr in und aus dem Stadtpark.

Zusätzlicher Zebrastreifen an der Haltestelle „Siedlung am Haidelweg“

An der Bushaltestelle „Siedlung am Haidelweg“ kommt es häufiger zu gefährlichen Situationen.

An der Bushaltestelle „Siedlung am Haidelweg“ gibt es zwar bereits eine Mittelinsel. Allerdings sei diese nicht ausreichend. „Ich wäre dort beinahe überfahren worden“, sagt Hoderlein. Fahrgäste, die dort mit dem Bus ankommen, wollen über die Straße. Die Autos achteten allerdings nicht auf die Fußgänger, sondern überholten stattdessen den Bus in hohem Tempo – teilweise sogar auf der verkehrten Seite der Verkehrsinsel. „Wir brauchen etwas, das den Autos signalisiert, dass dort viele Fußgänger unterwegs sind“, ergänzt Sophia Genikomsidis. Das wäre in ihren Augen ein Zebrastreifen.

Zudem wollen die Grünen die Querungshilfe verlängern. „Wenn ein Bus ankommt, ist die Mittelinsel zu klein. Außerdem ist bei einer kurzen Insel die Versuchung größer, auf der falschen Seite vorbeizufahren“, meint Genikomsidis.

Radeln auf der Fahrbahn erlauben

Der Radweg an der Planegger Straße ist den Grünen zu schmal und zu holprig.

Zuletzt soll die Stadt die Radwegbenutzungspflicht an der Planegger Straße aufheben. „Der Radweg ist zu schmal und besteht teilweise aus Platten oder Kopfsteinpflaster. Mit dem Rennrad macht das keinen Spaß“, erklärt Bergmann.  

Der Bezirksausschuss will sich die Situation vor Ort anschauen. Sven Wackermann (CSU) sieht vor allem den Zebrastreifen kritisch: „Dort herrscht zu viel Verkehr. Deshalb haben wir jahrelang für eine Sprunginsel gekämpft.“ Er fürchtet, durch den Antrag die Querungshilfe wieder infrage zu stellen.

Die Planegger Straße sorgt immer wieder für Diskussion. Weiter nördlich fordert Eltern einen zusätzlichen Übergang. Außerdem sorgte ein Bauprojekt für Unmut.

Andreas Schwarzbauer

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