Vor allem am Wochenende

Immer mehr Angriffe auf Polizisten im Pasinger Stadtpark

In Pasing gibt es immer mehr Gewalt gegen Polizeibeamte.
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In Pasing gibt es immer mehr Gewalt gegen Polizeibeamte.

Pasing: Sie wollen helfen - und kommen immer häufiger selbst verletzt: Im Pasinger Stadtpark gibt es immer mehr Angriffe gegen Polizisten.

Freitags und samstags wird im Pasinger Stadtpark und dem angrenzenden Paul-Diehl-Park kräftig gefeiert. „Je mehr Alkohol fließt, desto auffälliger und aggressiver werden die Jugendlichen. Die herbeigerufenen Beamten der Pasinger Polizeiinspektion 45 werden sogar angegriffen“, berichtet Dienststellenleiter Peter Löffelmann.

Verhältnisse fast wie im Englischen Garten: Im Pasinger Stadtpark sowie Paul-Diehl-Park feiern Jugendliche. Immer öfter werden Beamte angegriffen.

„Seit Jahren entwickelt sich der Stadtpark mehr und mehr zum abendlichen Treffpunkt der Pasinger Jugend und zur Feiermeile West.“ Gewalt, Vandalismus und Zerstörungswut nähmen zu. „Höhepunkt war der ungeklärte Brand im Berthold-Brecht-Gymnasium“, ergänzt er. Auch Schmierereien und Sachbeschädigungen im Pasinger Stadtgebiet steigen. Er berichtet von zwei gefassten Jugendlichen, die allein in einer Nacht einen Schaden im fünfstelligen Euro-Bereich verursachten. Jetzt sind am Wochenende Extra-Streifen im Einsatz. Die eingesetzten Beamten müssen sich zunehmend gegen massiven Widerstand wehren. „In den letzten zwei Monaten wurden im Dienststellen-Bereich zehn Beamte verletzt, zwei sind dienstunfähig“, bedauert Löffelmann.

Auch andere Dienststellen in München melden einen deutlichen Gewaltanstieg gegen Polizisten. Bereits 31 Fälle von Widerstandshandlungen und tätlichen Angriffen allein auf Beamte der Altstadt-Inspektion 11 gab es in diesem Jahr. Erst 2017 hat der Bundestag die Strafen für Angriffe auf Rettungskräfte verschärft, unter anderem wurde ein neuer Straftatbestand des „Tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte“ geschaffen. Fast 17 000 Polizeibeamte deutschlandweit wurden 2017 Opfer von verbaler und physischer Gewalt. Zwei von drei ermittelten Tätern standen dabei unter Alkohol- oder Drogeneinfluss.

mjh

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