Selbstgeschnitzte Figuren in Kripperl

Wie im Nadelwald

Was Kripperlmoos für Edeltraud Schreiner bedeutet, erfahren Sie hier.

Ihre Krippe ist ihr ganzer Stolz. „Die Figuren wurden in meiner Familie alle selbst geschnitzt. Einige davon sind 120 Jahre alt“, sagt Edeltraud Schreiner (72, Foto). Die Krippe, genau gesagt das Moos, mit dem sie nach alter Tradition den Boden der Stallszene auslegt, gehört für sie deshalb ebenso zum Duft von Weihnachten wie frischgebackene Platzerl. „Als ob man im Nadelwald wäre, so riecht das Moos“, sagt die Obermenzingerin. Zwar lasse dieser Geruch mit der Zeit nach. „Aber dann kommt später der frische Christbaum dazu, und es riecht wieder so gut.“

Bis vor ein paar Jahren hat die 72-Jährige das Moos für ihre Krippe im Wald gesammelt. „Bis wir gelesen haben, dass das verboten ist.“ Jetzt wird das Moos im eigenen Garten nicht mehr als Unkraut bekämpft, sondern für die nächste Adventszeit gehegt. Reicht die Menge nicht aus, um die rund zwei Quadratmeter große Krippenfläche zu begrünen, kauft Edeltraud Schreiner Moos im Gartencenter. „Das Naturmaterial in der Krippe gehört für mich ebenso dazu wie ein richtiger Christbaum. Ein Plastikbaum wird mir nie ins Haus kommen“, sagt sie.

Wichtig ist, dass das Moos vor seinem Einsatz gut austrocknet. „Damit die Figuren nicht schimmlig werden“, erklärt sie. Die 15 großen Figuren mit liebevoll gestalteten Gewändern, die schon viele Jahrzehnte überdauert haben, sollen nämlich auch die nächsten Generationen noch erfreuen. ul

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