Tropen mitten in Hadern

Münchner Gartenträume am 25. Juni

Bananenstauden und andere Exoten zeigt der Haderner Manfred Rosam beim „Tag der offenen Gartentür“.
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Bananenstauden und andere Exoten zeigt der Haderner Manfred Rosam beim „Tag der offenen Gartentür“.
40 Bambus-Sorten: Wer sich in einen fernöstlichen Bambuswald wagen möchte, findet dazu in Moosach beste Gelegenheit: Barbara und Hans Schilling haben den in Oberbayern einzigartigen, 750 Quadratmeter großen Garten an der Plauener Straße 2 in den vergangenen 24 Jahren zu einem wahren Bambusparadies mit 40 Sorten geformt. Ihre Leidenschaft für das bis zu zehn Meter hohe Gewächs wurde auf mehreren Asien-Reisen geweckt – eine Liebe fürs Leben!
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40 Bambus-Sorten: Wer sich in einen fernöstlichen Bambuswald wagen möchte, findet dazu in Moosach beste Gelegenheit: Barbara und Hans Schilling haben den in Oberbayern einzigartigen, 750 Quadratmeter großen Garten an der Plauener Straße 2 in den vergangenen 24 Jahren zu einem wahren Bambusparadies mit 40 Sorten geformt. Ihre Leidenschaft für das bis zu zehn Meter hohe Gewächs wurde auf mehreren Asien-Reisen geweckt – eine Liebe fürs Leben!
Beruhigung und Seelenheil: „Das Gesamtensemble muss harmonisch sein“, findet Tanja Sixt (43). Als sie 1998 ihren Garten in Hadern übernommen hat, war das überhaupt nicht so. „Es war alles verwildert und zugewaldet“, erinnert sie sich. Jetzt hat sie an der Linderhofstraße 27 ein grünes Reich erschaffen: mit bunten Blumen, Gemüsebeeten, einem Teich, einer mediterranen Trockenmauer, Topfpflanzen und vielem mehr. Gerade blüht es bei ihr lila- und pastellfarben, bald ändern sich die Farben in Pink und Weinrot. Inzwischen ist Sixt zur Gartenexpertin geworden und gibt nicht nur beim Gartenbauverein Hadern Workshops, sondern hat ihr Hobby sogar zum Beruf gemacht. „Alleine das Grün ist eine Beruhigung“, findet sie. „Es ist wie Seelenheil.“ Für ihren Garten hat sie deshalb schon weitere Pläne: Sie möchte einen neuen Teich und ein Backhäuschen bauen.
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Beruhigung und Seelenheil: „Das Gesamtensemble muss harmonisch sein“, findet Tanja Sixt (43). Als sie 1998 ihren Garten in Hadern übernommen hat, war das überhaupt nicht so. „Es war alles verwildert und zugewaldet“, erinnert sie sich. Jetzt hat sie an der Linderhofstraße 27 ein grünes Reich erschaffen: mit bunten Blumen, Gemüsebeeten, einem Teich, einer mediterranen Trockenmauer, Topfpflanzen und vielem mehr. Gerade blüht es bei ihr lila- und pastellfarben, bald ändern sich die Farben in Pink und Weinrot. Inzwischen ist Sixt zur Gartenexpertin geworden und gibt nicht nur beim Gartenbauverein Hadern Workshops, sondern hat ihr Hobby sogar zum Beruf gemacht. „Alleine das Grün ist eine Beruhigung“, findet sie. „Es ist wie Seelenheil.“ Für ihren Garten hat sie deshalb schon weitere Pläne: Sie möchte einen neuen Teich und ein Backhäuschen bauen.
Grünes Paradies mitten in Schwabing: Hollywoodschaukel, wilder Wein mit brütenden Vögeln, farbenfrohe Blütenpracht und frische Kräuter: Georg Raffelt hat eine grüne Oase. Als der Physiker 1990 an der Marktstraße 3 nahe der Münchner Freiheit einzog, war der Hinterhof zwar begrünt, aber voller Wildwuchs. Das kleine Paradies gestaltete er gemeinsam mit seinem Partner. 2012 wurde gegenüber die Schwabinger Bombe gesprengt, „wir finden noch heute Glassplitter im Garten“, erklärt Raffelt. Mit dem Neubau verschwand eine hohe Mauer – mehr Licht und Luft für die Oase.
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Grünes Paradies mitten in Schwabing: Hollywoodschaukel, wilder Wein mit brütenden Vögeln, farbenfrohe Blütenpracht und frische Kräuter: Georg Raffelt hat eine grüne Oase. Als der Physiker 1990 an der Marktstraße 3 nahe der Münchner Freiheit einzog, war der Hinterhof zwar begrünt, aber voller Wildwuchs. Das kleine Paradies gestaltete er gemeinsam mit seinem Partner. 2012 wurde gegenüber die Schwabinger Bombe gesprengt, „wir finden noch heute Glassplitter im Garten“, erklärt Raffelt. Mit dem Neubau verschwand eine hohe Mauer – mehr Licht und Luft für die Oase.
Landluft in der Stadt: Auch das Ökologische Bildungszentrum (ÖBZ) an der Englschalkinger Straße 166 beteiligt sich am „Tag der offenen Gartentür“. Von 10 bis 18 Uhr stellen sich unter dem Motto „Stadt braucht Land“ nachhaltige und solidarische Landwirtschaftsmodelle vor, zudem gibt es kostenlose Führungen. Auch mit dabei: der Experimentiergarten und der interkulturelle Frauengarten.
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Landluft in der Stadt: Auch das Ökologische Bildungszentrum (ÖBZ) an der Englschalkinger Straße 166 beteiligt sich am „Tag der offenen Gartentür“. Von 10 bis 18 Uhr stellen sich unter dem Motto „Stadt braucht Land“ nachhaltige und solidarische Landwirtschaftsmodelle vor, zudem gibt es kostenlose Führungen. Auch mit dabei: der Experimentiergarten und der interkulturelle Frauengarten.
Hier wird mit Blumen gemalt: Vor vielen Jahren war an der Waldsaumstraße 7 eine Pferdekoppel, jetzt zwitschert und surrt es im Garten von Hermine Stamnitz (76). Vögel und Insekten tummeln sich herum, in einer Vogelvoliere pfeifen Wellensittiche. In den Beeten leuchten bunte Blumen, dazu gibt es alte Bäume, ein Gewächshaus mit Gemüse und einen Naschgarten mit Beerensträuchern. „Der Garten ist so bepflanzt, dass er sich immer ändert und das ganze Jahr über etwas blüht“, erklärt Stamnitz. Als junge Mutter hat sie den Garten angelegt, seit 50 Jahren pflegt sie ihn mit viel Liebe. „Jedes Jahr wartet man im Frühjahr sehnsüchtig auf das erste Grün“, sagt sie. „Es ist wie Malen mit Blumen.“
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Hier wird mit Blumen gemalt: Vor vielen Jahren war an der Waldsaumstraße 7 eine Pferdekoppel, jetzt zwitschert und surrt es im Garten von Hermine Stamnitz (76). Vögel und Insekten tummeln sich herum, in einer Vogelvoliere pfeifen Wellensittiche. In den Beeten leuchten bunte Blumen, dazu gibt es alte Bäume, ein Gewächshaus mit Gemüse und einen Naschgarten mit Beerensträuchern. „Der Garten ist so bepflanzt, dass er sich immer ändert und das ganze Jahr über etwas blüht“, erklärt Stamnitz. Als junge Mutter hat sie den Garten angelegt, seit 50 Jahren pflegt sie ihn mit viel Liebe. „Jedes Jahr wartet man im Frühjahr sehnsüchtig auf das erste Grün“, sagt sie. „Es ist wie Malen mit Blumen.“

München: Am 25. Juni sind viele private Grünanlagen in München zu besichtigen.

Der Regenwald liegt mitten in Hadern, neben einer Wohnanlage an der Gräfelfinger Straße 76. Noch stehen die Stauden dort locker zusammen, aber: „Im Herbst wird alles zugewachsen sein“, prophezeit Manfred Rosam. Hauptberuflich ist der 53-Jährige Kaufmann, als Hobby bringt er die Tropen nach München. „Die Bananen wachsen um ein Blatt pro Woche“, erklärt er und zeigt die langen Blätter einer rund drei Meter hohen Staude. In seinem Garten gedeihen Bananen aus Japan, Äthiopien, Indien und Thailand, immer zu Winterbeginn kann er die Früchte ernten. Dazu pflegt Rosam viele weitere exotische Pflanzen – wie seltene Bambussorten, eine chinesische Dattel, eine Kaffir-Limette, eine Mangopflanze oder einen nach Honig duftenden chinesischen Baum. Um die Gewächse zu überwintern, nimmt er viel Arbeit auf sich: Einige Pflanzen gräbt er sogar aus, um sie in der Wohnung vor Frost zu schützen und sie im Frühjahr draußen wieder einzusetzen. Doch die Mühe lohnt sich, ist Martin Rosam überzeugt: „Wenn der Garten am schönsten ist, taucht man in eine ganz andere Welt ein“, sagt er. „Da geht einem das Herz auf.“

Die Münchner können Rosams Tropengarten am Sonntag, 25. Juni, beim „Tag der offenen Gartentür“ besichtigen. An diesem Tag sind in der ganzen Stadt 17 Gärten für Besucher geöffnet, der Eintritt ist überall frei. Infos gibt es unter www.gartenbauvereine.org/tag-der-offenen-gartentuer.
cla/sab/leo

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