Sozialpädiatrische Zentrum in Großhadern

Mehr Platz im neuen Kinderzentrum

Noah hat es mit ein wenig Unterstützung von Therapeutin Theresa Khairhoum-Oswald auf die Rollrutsche geschafft.
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Noah hat es mit ein wenig Unterstützung von Therapeutin Theresa Khairhoum-Oswald auf die Rollrutsche geschafft.
So soll das neue kbo-Kinderzentrum aussehen.
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So soll das neue kbo-Kinderzentrum aussehen.
So soll das neue kbo-Kinderzentrum aussehen.
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So soll das neue kbo-Kinderzentrum aussehen.

Großhadern: Das Sozialpädiatrische Zentrum in Großhadern soll mit Hilfe von Spenden erweitert werden.

Der vierjährige Noah Macheleidt läuft auf ein Bällebad zu und wirft eine bunte Kugel nach der anderen in eine Röhre. Normal für ein Kind in seinem Alter – nicht für Noah. Er erlitt im Alter von drei Wochen einen Schlaganfall und konnte bis vor Kurzem nicht einmal laufen.

So soll das neue kbo-Kinderzentrum aussehen.

Gelernt hat er das im kbo-Kinderzentrum in Großhadern. Dort behandelt und fördert man entwicklungsverzögerte oder behinderte junge Menschen. 

Um dem Zulauf an Patienten gerecht zu werden, soll das Sozialpädiatrische Zetrum erweitert werden. Das kostet viel Geld, mehr als 65 Millionen Euro. Etwa 5,9 Millionen Euro sollen durch Spenden finanziert werden, daher startet am 11. Oktober eine große Spendenkampagne unter der Schirmherrschaft von Karin Seehofer. Mithilfe eines promineten Botschafterkreises, dem unter anderem Bürgermeister-Gattin Natalie Schmid und Anouschka Horn angehören, soll das Ziel erreicht werden.

So soll das neue kbo-Kinderzentrum aussehen.

Geplant ist, die derzeitige Nutzfläche von 6300 auf 11 300 Quadratmeter zu erweitern. Durch den Erweiterungsbau soll die Zahl der stationären Betten von 45 auf 60 erhöht werden und zusätzlich mehr Raum für drei Tagesstationen sowie zusätzliche Behandlungsmethoden geschaffen werden. „Das neue kbo-Kinderzentrum München wird einen großen Fortschritt für die Behandlung unserer kleinen Patienten bringen und dazu beitragen, den Betroffenen eine lebenswerte Zukunft zu ermöglichen,“ so Alexander Lechner, der Geschäftsführer Zetrums in der Heiglhofstraße. Nächstes Jahr soll mit den Bauarbeiten begonnen werden. 

Noah schaukelt mittlerweile in einem schwingenden Reifen, welcher sich neben vielen weiteren Spielmöglichkeiten im sogenannten SI-Raum befindet. „Wenn die Kinder oder Eltern vom Tobezimmer sprechen, korrigiere ich das aber. Denn es ist immer noch ein Behandlungsraum“, erzählt Ergotherapeutin Theresa Khairhoum-Oswald.

SI steht für sensorische Integrationstherapie. „In dem Raum werden verschiedenste Sinnesreize verarbeitet und verknüpft. Die Kinder nutzen dann diese Erfahrungen, um wieder Neues zu lernen“, erklärt die Therapeutin.

Eine Kletterwand ist mit einem Wandbild hinterlegt, das eine Landschaft zeigt. „So können die Kinder auf einen Baum klettern, oder sogar auf einen Berg“, erzählt Khairhoum-

Oswald. Sie hilft Noah auf eine Sprossenwand zu klettern, von welcher er auf eine Rollrutsche gelangt. Eine Körperhälfte ist schwächer als die andere, benutzen muss er sie trotzdem. „Ziel ist es, das Kind mit möglichst wenig Hilfestellung zum Erfolg zu führen.“ Khairhoum-Oswald hofft, dass der SI-Raum auch nach der Umstrukturierung in dieser Größe erhalten bleibt. Noah hat es unterdessen auf die Rutsche geschafft und saust nach unten. Daniela Borsutzky

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