Blumenau

Kampf um die Mädchen-Oase in der Blumenau

Sie möchten den Treffpunkt für die Blumenauer Mädchen erhalten: Wolfgang Rackl vom Verein „Schule – Beruf“ und Pädagogin Nicole Lormes setzen sich für die Zukunft der Einrichtung ein.
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Hadern: Die Pilotphase läuft Ende des Jahres aus. Die Zukunft des Blumenauer Treffpunkts ist ungewiss.

Das bunte Einhorn an der Wand ist noch nicht ganz fertig, die Mädchen werden bald wieder zu Pinsel und Farbe greifen. Weiter hinten, neben dem Schild „Love yourself“, möchten sie Schwarz-Weiß-Fotografien aufhängen. Schließlich soll der Mädchentreffs Blumenau ihre Wohlfühloase sein. „Die Besucherinnen stehen mit viel Herzblut hinter der Einrichtung“, sagt Leiterin Nicole Lormes. „Sie übernehmen Verantwortung.“ Doch: Wie lange es den Treff geben wird, ist unklar. Das Angebot war Teil eines Pilotprojekts, das Ende dieses Jahres ausläuft. Die Entscheidung, ob es verlängert wird, steht noch aus. „Für uns macht das natürlich die Planung schwierig“, erklärt Wolfgang Rackl, Vorsitzender des Vereins „Schule – Beruf“, unter dessen Trägerschaft der Mädchentreff steht. „Wir würden als Träger dem Projekt auf jeden Fall treu bleiben, eine lange Überbrückungsphase können wir uns aber nicht leisten“, sagt er.

Hilfe bekommen Rackl und Lormes vom Haderner Bezirksausschuss (BA). Er hat einstimmig einen Antrag gestellt, dass der Mädchentreff beibehalten bleibt und Lormes, die den Treff derzeit alleine betreut, außerdem Unterstützung von einer Kollegin erhält.

Vergangenes Jahr haben regelmäßig 29 Mädchen zwischen zehn und 21 Jahren den Treffpunkt besucht. Außerdem kamen weitere Besucherinnen zu den Veranstaltungen oder Aktionen. Manche der Mädchen möchten einfach nur ratschen, eine lustige Zeit mit Freundinnen verbringen oder „eine jungsfreie Zone genießen“, so Leiterin Nicole Lormes. „Es kommen auch Mädchen, die keine gemischte Einrichtung besuchen dürfen“, berichtet sie. „Die Grundidee ist es, auch Mädchen zu erreichen, die sich sonst aus dem öffentlichen Raum eher zurückziehen.“

Lormes ist es wichtig, ein Vertrauensverhältnis zu den Besucherinnen aufzubauen. Sie ist Ansprechpartnerin bei Problemen, unterstützt die Mädchen bei der Lebensplanung und vermittelt ihnen Selbstbewusstsein. Mobbing, Schönheitsideale, Frauenbilder – auch darum geht es immer wieder. Dazu gibt es verschiedene Aktionen und Ausflüge. „Es ist wichtig, die Prozesse, die jetzt angefangen haben, weiter zuführen“, sagt Nicole Lormes. „Bei dem Projekt ist noch Luft nach oben“, findet auch Wolfgang Rackl. Er könnte sich vorstellen, dass sich der Mädchentreff langfristig vergrößert – sollte er denn fortgeführt werden. Die Entscheidung fällt im Herbst im Stadtrat. Bis dahin machen sich die Mädchen ihren Treffpunkt so gemütlich wie möglich.

C.Schuri

Der Mädchentreff Blumenau, Gelbhofstraße 16, hat am Sonntag, 9. Juli, von 14 bis 17 Uhr einen Tag der offenen Tür. Weitere Infos: www.maedchentreffblumenau.wordpress.com

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