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Informationsveranstaltung der Bürgervereinigung

Kritiker der Aubinger Umfahrung vernetzen sich

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Rund 130 Aubinger waren ins Ubo 9 gekommen, um sich über die Verkehrsplanung für Freiham zu informieren. 

130 Aubinger  drängen sich im Ubo 9, um Informationen über die Verkehrsplanung für Freiham zu bekommen - OB Dieter Reiter dürfte bald zahlreiche Briefe erhalten

Rund 130 Aubinger waren ins Ubo 9 gekommen, um sich über die Verkehrsplanung für Freiham zu informieren.

Das Interesse an der Verkehrsplanung für Freiham ist groß. Vor der Tür des Ubo 9 drängten sich auch nach Beginn einer Informationsveranstaltung der Bürgervereinigung Aubing unter dem Motto "Eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur für Freiham" zahlreiche Menschen.  Aber sie mussten wieder nach Hause gehen, denn der große Veranstaltungssaal des Kulturzentrums war bereits bis auf den letzten Platz gefüllt. Die 130 Bürger, die einen Platz ergattert hatten, lauschten  Jürgen Müller von der Bürgervereinigung, der die geplante verkehrliche Erschließung von Freiham scharf kritisierte. 

Jürgen Müller: Infrastruktur für Freiham kommt zu spät

Jürgen Müller und Karin Binsteiner von der Bürgervereinigung Aubing wollen die Aubinger wachrütteln. 

Sein Vorwurf: Die Stadt plane mit einer Infrastruktur, die erst Jahre nach dem vollständigen Bezug von Freiham 2030 fertig sein werde: der Ausbau der S4, die Erweiterung der Autobahn A99 und die Verlängerung der U5. 

Für dendreigleisigen Ausbau der S4 zwischen Pasing und Eichenau soll erst 2024 Baurecht vorliegen. Müller zweifelt, dass das Projekt dann innerhalb von sechs Jahren fertiggestellt ist. "Ich gehe davon aus, dass die S-Bahn zu spät kommt für ein lebenswertes Aubing." 

Allacher Tunnel als Problem

Ähnlich sei es beim sechsspurigen Ausbau der A99. Der eigentliche Engpass sei der Allacher Tunnel. Um ihn zu vergrößern oder eine zweite Röhre zu bauen, müsste die Autobahndirektion aber durch ein Fauna-Flora-Habitat. "Das macht es extrem schwierig", so Müller. Er zitierte einen Sprecher der Autobahndirektion, der mit mindestens 15 bis 20 Jahren rechnet, bis ein zweiter Tunnel gebaut werden kann. Bis dahin drohten Dauerstaus auf dem Autobahnring. "Freiham bekommt also einen Autobahnanschluss, bei dem man drauffahren, aber nicht weiterfahren kann", so Müller. 

Die U5 nach Freiham wiederum geht frühestens 2035 in Betrieb. Zudem sei bisher nur die Finanzierung bis Pasing gesichert. "Alles andere ist eine Absichtserklärung", so Müller. 

Variante 6 sieht eine Umfahrung von der Bahnlinie bis zur Eichenauer Straße vor. Dadurch soll der Verkehr über zwei Anbindungen (Georg-Böhmer-Straße und Eichenauer Straße) verteilt werden.

Außerdem zweifelt Müller die Verkehrszahlen an, die die Planer bisher zugrunde gelegt haben. Beispielsweise seien derzeit auf der Bergsonstraße 12.000 Autos unterwegs. 2030 sollen es dann trotz Freiham nur noch 11.000 sein. "Diese Zahlen sind nicht plausibel", so Müller.  

Auch die möglichen Varianten für eine Umfahrung, die an der Eichenauer Straße oder der Altostraße  enden sollen undbei zwei Bürger-Workshops eine Mehrheit fanden, sind für Müller nicht    nachvollziehbar. "Die vorhandenen Straßen sind nicht geeignet.  Die Ableitung des Verkehrs aus Freiham auf die Eichenauer Straße? Irgendwie passt das nicht zusammen."Auch andere Aubinger haben die beiden Varianten bereits kritisiert. 

Unterschriftensammlung und Briefe an OB Dieter Reiter

Müller und seine Kolleginnen von der Bürgervereinigung, Karin Binsteiner und Uta Wagner, riefen die Anwesenden dazu auf, sich in Unterschriftenlisten einzutragen, Briefe an den Oberbürgermeister und die Stadtbaurätin zu schreiben und weitere Unterstützer in ihrem Umfeld zu mobilisieren. "Es ist wichtig, dass sich ganz viele in der Stadtmitte melden, damit wir wahrgenommen werden. Wir müssen alle aktiv werden."  Auch die bayerische Staatsregierung müsse man anschreiben, denn der Ausbau der S-Bahn sei nicht Sache der Stadt, schlug ein Aubinger vor. Die Bürgervereinigung wird einen Musterbrief auf ihre Internetseite stellen. 

Kein Keil zwischen Neubürgern und Alteingesessenen

Bei Variante 7 wird die Umfahrungsstraße über den Aubinger Tunnel zur Altostraße verlängert. 

Ein anderer Anwesender schlug vor, ein Bürgerbegehren zu starten. Müller allerdings befürchtete, dass dies nicht das notwendige Quorum erreichen werde. Er betonte zudem, dass die Bürgervereinigung keine Konfrontation mit der Stadtverwaltung wolle, sondern einen Dialog. Zudem wolle man weder Freiham verhindern noch einen Keil zwischen die neuen Bewohner und die alteingesessenen Aubinger treiben. "Wir wollen eine vernünftige Verkehrsplanung. 2030 muss alles stehen. Es kann nicht sein, dass wir nochmal 30 Jahre warten müssen. Stadt und Landesregierung sollen zu ihren Versprechungen stehen", so Binsteiner. 

Das sagen die Verwaltung und die Stadträte zu den Vorwürfen. 

Andreas Schwarzbauer

Aufgrund der großen Nachfrage zur Informationsveranstaltung veranstaltet die Bürgervereinigung am Donnerstag, 7. Februar, einen zweiten Abend unter dem Motto "Für ein lebenswertes Aubing". Beginn im Ubo 9, Ubostraße 9, ist um 19 Uhr. 

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