Geschichtswerkstatt präsentiert Buch und Ausstellung zum Jubiläum „850 Jahre Neuhausen“

Und Sie glauben, Sie kennen Neuhausen?

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Franz Schröther (69) leitet seit 2003 die Geschichtswerkstatt, im Hintergrund eine Neuhausen-Karte von 1890.
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Das Buch zeigt viele Fotos, die bisher kaum oder nie veröffentlicht wurden, darunter: Der alten Winthirbrunnen auf einem der ersten Farbfotos aus Neuhausen von 1937.
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Milchladen der Eisenbahner-Baugenossenschaft an der Schlörstraße 31 im Jahr 1914.
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Das älteste bisher bekannte Ölgemälde von Neuhausen, das um 1830 entstanden ist und jetzt den Titel des neuen Buches ziert.
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Die Verbreiterung der Donnersbergerbrücke 1934 mit Blick in Richtung Neuhausen.

Irrtümer, falsche Daten und erfundene Geschichten hat Franz Schröther von der Geschichtswerkstatt in alten Büchern über Neuhausen entdeckt. Jetzt nutzt der Stadtteilhistoriker die Gelegenheit, Fehler zu berichtigen und die Viertelgeschichte auf den neuesten Stand der Forschung zu bringen.

Warum ist das Prinzregentendenkmal 1888 wirklich auf dem Rotkreuzplatz aufgestellt worden? Wieso lebte der Neuhauser Dorfpatron Winthir nicht wie bisher angenommen im achten, sondern vermutlich erst im zwölften Jahrhundert in dem einstigen Bauerndorf? Wie kam der 1516 verstorbene bayerische Kanzler Johann Neuhauser zu seinem Namen? Das und noch viel mehr ist im neuen Buch der Geschichtswerkstatt Neuhausen mit dem Titel „850 Jahre Neuhausen: Dorf – Münchner Vorstadt – Stadtteil“ nachzulesen.

Es ist ab 18. November erhältlich und bietet auf rund 250 Seiten mit etwa 300 Abbildungen in zehn Kapiteln eine Gesamtdarstellung der Neuhauser Geschichte, und das „auf dem aktuellsten Stand der Stadtteilgeschichtsforschung“, wie Franz Schröther, Vorsitzender der Geschichtswerkstatt, betont. Anlass dafür sind die Feierlichkeiten, mit denen 2017 daran erinnert wird, dass Neuhausen in einer Urkunde vor 850 Jahren erstmals erwähnt wurde. Gleichzeitig nutzt der historische Verein die Gelegenheit, mit einigen unrichtigen Daten und Irrtümern der bisherigen Viertelgeschichtsschreibung aufzuräumen. „Wir haben das Ganze bereinigt und die korrekte Darstellung der Geschichte nach den heutigen Erkenntnissen zusammengefasst“, sagt Schröther. Dazu gehört auch ein großer Fundus an neuem Bildmaterial, welches die Geschichtswerkstatt angesammelt hat. Viele dieser Abbildungen sind ab 18. November auch in einer Ausstellung in Nymphenburg zu sehen. ul

Die Ausstellung im Kulturpavillon, Arnulfstraße 294, ist vom 18. November bis 4. Dezember täglich von 14 bis 19 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. Wir verlosen fünf Bücher. Zur Teilnahme genügt eine e-Mail an aktion@hallo-muenchen.de, Stichwort: Neuhausen

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