Ärger in Gern: Anwohner fordern Stellplatz-Ausweise für ihr Viertel

Lizenz zum Parken

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Viele Gerner sind von der täglichen Parkplatzsuche genervt. Sie wollen in ein geplantes, neues Parklizenzgebiet aufgenommen werden.

Die Anwohner im südlichen Teil von Gern haben genug von der täglichen Parkplatzsuche. Der U-Bahnhof, eine Klinik, ein Altenheim und ein Biergarten sorgen schon für genügend Parkdruck. Die betroffenen Bürger fühlen sich alleine gelassen. Was sie fordern, lesen Sie hier.

Im ersten Quartal soll der Stadtrat über eine Erweiterung der Parklizenzgebiete auf einige Viertel außerhalb des Mittleren Rings entscheiden. Darauf haben die Bewohner der Baugenossenschaft Münchener Gemeindebeamten (BMG) in Gern lange aber zuversichtlich gewartet. Jetzt haben sie erfahren, dass ihr Viertel die rechtlichen Voraussetzungen für eine Parkraumbewirtschaftung nicht erfüllen würde – und sind geschockt. Sie fordern, unter anderem in mehreren Anträgen bei der jüngsten Bürgerversammlung für Neuhausen-Nymphenburg, dass ihr Teil von Gern noch in den geplanten neuen Lizenzbereich am Rotkreuzplatz mit einbezogen wird. Dafür wollen die Gerner jetzt auch Unterschriften sammeln.

„Wir haben bei der Stadt regelmäßig nachgefragt. Es hieß immer ‚Machen Sie sich keine Sorgen. Es ist am Werden‘“, sagt Jürgen Kuhn (53) vom Aufsichtsrat der BMG, zu der 209 Wohnungen an der St.-Galler-, Yorck-, Lenzfrieder- und Waisenhausstraße sowie am Dom-Pedro-Platz gehören. Die 1924 gebauten Wohnblocks haben nur 70 eigene Stellplätze. Dazu komme der Parkdruck durch die U-Bahn-Haltestelle Gern, die Taxisklinik, das Altenheim Heilig Geist und den Biergarten. „Und wenn das Lizenzgebiet Richtung Waisenhausstraße ausgedehnt wird, wird’s noch schlimmer“, sagt Kuhn.

Diese Kriterien wurden seiner Meinung nach nicht berücksichtigt und sollen in die Bewertung mit einfließen. Thorsten Vogel vom Planungsreferat sagt: „Wir sind da an rechtliche Vorgaben gebunden.“ ul

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