Ärger um Schulweg

Gefahr am Radweg 

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Inzwischen wurden die Absperrungen etwas zur Seite gerückt, die Rampe auf die Straße verlängert und die gelben Markierungen angebracht. 

Pasing - Behinderungen durch eine Baustelle an der Offenbach-Unterführung führen zu zwei schweren Unfällen. Obwohl die Stadt nachbessert, sind die Eltern noch unzufrieden

Bereits zwei Schüler sind im neuen Schuljahr auf dem Radweg durch die Offenbach-Unterführung schwer gestürzt. Ein Mädchen hat sich dabei die Schneidezähne ausgeschlagen. Wegen der Arbeiten zum Bau der neuen Brücke über die Offenbachstraße ist der Radweg derzeit schmaler und auf die Fahrbahn verschwenkt. 

Vor einigen Tagen ragten noch Absperrungen und Schilder in den Fahrtweg der Radler und der Übergang auf die Straße war unzureichend. Inzwischen hat sich die Situation zwar etwas verbessert, dennoch sind viele Eltern noch unzufrieden. Denn die Strecke ist ein beliebter Schulweg. 

Eltern kritisieren Vorrang für Autos

Werner Heuschen vom Elternbeirat des Max-Planck-Gymnasiums kritisiert die Stadt scharf: Die Baustelle gehe vor allem zulasten der Radler. Es wäre aber auch anders gegangen: „Die Stadt hätte die Linksabbiegerspur in die Landsberger Straße später anfangen lassen können. Dann hätte es vielleicht einen größeren Rückstau gegeben, aber die Sicherheit der Kinder wäre gegeben gewesen. Es ist bemerkenswert, dass die Durchfahrt der Autofahrer eine höhere Priorität hat.“ 

Zwar gebe es nach einem Orts­termin mit der Stadt inzwischen einige Verbesserungen. Das Baureferat ließ Schilder aus dem Weg räumen und verlängerte die Rampe auf die Straße. „So richtig glücklich sind wir mit dieser Lösung aber noch nicht“, sagt Heuschen. Viele Eltern hätten immer noch ein mulmiges Gefühl. Zur Offenbach-Unterführung gehe es ein Stück bergab, sodass die Schüler oft mit hohem Tempo unterwegs seien. Zudem werde es jetzt früh dunkel. „Im Dunklen sind die Baken zur Verengung schwierig zu sehen“, sorgt sich Heuschen. Der Elternbeirat empfiehlt in einem Rundbrief, dass die Schüler dort langsam und hintereinander fahren sollten. Dennoch sei die Situation unbefriedigend. 

Kreisverwaltungsreferat nimmt Stellung

Das Kreisverwaltungsreferat teilte mit, dass ihm die Bedeutung der Strecke als Schulweg bekannt sei. Deshalb sei der Radweg  trotz der Baustelle noch 1,80 Meter breit. Nach dem Ortstermin seien zudem gelbe Markierungen angebracht worden. Noch vor Weihnachten werde der ursprüngliche Fuß- und Radweg wieder hergestellt. Bereits jetzt hat sich in der Gegenrichtung die Lage entspannt. Durch neue Geländer können die Lastwagen an der Liefereinfahrt der Arcadennicht mehr auf dem Radweg parken oder rangieren.

Auch an derSchererschule und Neuhausen sorgen sich die Eltern um ihre Kinder. 

Andreas Schwarzbauer

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