Franz-Nißl-Schule: Schulleiterin fordert Neubau statt Provisorium

Platzproblem trotz neuer Pavillons

Schulleiterin Mechtild D’Sa (li.) kämpft mit Platzproblemen.

Die Schüler der Franz-Nißl-Schule haben keinen Fachraum für Physik, Chemie und Biologie. Und die Ü-Klassen sind so voll, dass weitere Kinder abgewiesen werden müssen. Da erscheint der geplante Bau einer Pavillonanlage für Schulleiterin Mechtild D’Sa wie „ein Tropfen auf den heißen Stein“. Ihre Sorgen und was die Stadt plant, lesen Sie hier.

Für 5,27 Millionen Euro soll die Mittelschule an der Franz-Nißl-Straße 55 einen Pavillonbau mit fünf Klassenzimmern bekommen, die ab September 2017 zur Verfügung stehen sollen. Das hat der Stadtrat jetzt beschlossen. Für Schulleiterin Mechthild D’Sa ist das aber nur „ein Tropfen auf den heißen Stein“. Denn: „Dann ist immer noch kein Fachraum da und die anderen Räume nicht größer.“ Sie hofft auf einen Neubau für die Mittelschule, der ihres Wissens seit 25 Jahren geplant ist. „So lange leben und arbeiten die Schüler schon in Klassenzimmern mit Dachschräge und Dachsparren, die eigentlich so nicht für den Unterricht geeignet sind“, sagt D’Sa.

Die Schülerzahlen in der einzigen Mittelschule im weiteren Umkreis sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen und liegen jetzt bei rund 330 Kindern und Jugendlichen in 18 Klassen. Mehr geht aus Platzgründen nicht. „Wir mussten bereits im Oktober Ü-Klassen schließen, weil 21 und mehr Schüler in der Klasse sind. Die Kinder, die nach Oktober neu nach Allach ziehen und nicht Deutsch können, müssen dann an weiter entfernte Schulen geschickt werden“, bedauert die Rektorin. Außerdem fehlt es an einem Fachraum für Physik, Chemie und Biologie. „Das bedeutet, dass aktuell im dritten Jahr keine Versuche in allen Jahrgangsstufen durchgeführt werden können“, sagt sie. Auch die neu gebildete Ganztagsklasse leide darunter, keinen Gruppenraum zu haben.

Das Referat für Bildung und Sport kennt die Probleme. Parallel zum Bau der Pavillons, der im Frühjahr starten soll, prüft die Stadt deshalb jetzt verschiedene Neubauvarianten. Untersucht werden die Möglichkeiten, an der Franz-Nißl-Straße eine fünfzügige Mittelschule und eine Realschule mit bis zu fünf Zügen zu errichten. So bestünde die Chance, die Carl-Spitzweg-Realschule zu verlagern und im ebenfalls beengten Schulzentrum an der Pfarrer-Grimm-Straße Platz zu schaffen. ul

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