Nahversorgung

Fahrdienst als Ersatz für Paul-Ottmann-Zentrum am Westkreuz?

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Seit Jahresbeginn hat der Penny im Paul-Ottmann-Zentrum geschlossen.

Oberbürgermeister Reiter setzt sich für Bewohner wegen des geschlossenen Supermarktes ein

Für die Bewohner in der Nachbarschaft des Paul-Ottmann-Zentrums am Westkreuz könnte es einen Fahrdienst geben, der die Älteren zum Einkaufen fährt. Das kann sich zumindest Oberbürgermeister Dieter Reiter vorstellen: „Hierzu gibt es dort nächste Woche auch einen gemeinsamen Termin, um den konkreten Bedarf zu ermitteln. In jedem Fall gehen wir davon aus, dass für die Bewohner am Westkreuz eine vernünftige Lösung gefunden werden kann“, teilte Reiter mit. 

Kein Platz für Penny wegen Abriss des Paul-Ottmann-Zentrums

Weil das Einkaufszentrum abgerissen und neu gebaut wird, mussten die Geschäfte zum Jahresende ausziehen. Einige konnten den benachbarten Neubau als Interimsstandort beziehen. Der Supermarkt Penny fand dort allerdings keine ausreichend großen Räume. Er schließt während der zweijährigen Bauzeit und fällt ersatzlos weg. Denn um einen Container aufzustellen, fehlt am Westkreuz der Platz. 

Die überwiegend älteren Anwohner müssen derzeit zu Fuß oder mit dem Bus zu den Supermärkten an der Stockacher oder der Bodenseestraße. „Anschließend müssen sie mit schwer beladenen Einkaufstaschen zurücklaufen, was aufgrund ihrer Beeinträchtigungen nur schwer möglich ist“, monierte die Arbeitsgemeinschaft Regsam in einem Brief an den Bezirksausschuss. „Es muss ein Angebot für die Belange des täglichen Lebens geben“, forderte auch BA-Mitglied Dagmar Mosch (Grüne). 

Alternativen sind eigentlich vorhanden

„Von einem Versorgungsnotstand sind wir weit entfernt“, meinte dagegen Jürgen Umseher (CSU). „Wir haben das Forum und die Stockacher Straße. Außerdem bieten manche Supermärkte eine Lieferung ins Haus an.“ BA-Chef Sebastian Kriesel (CSU) schlug vor, die Nachbarschaft solle organisiert einkaufen gehen. Denn: „Ich persönlich glaube kaum, dass sich vor Ort bei den begrenzten Platzverhältnissen eine Containerlösung realisieren lässt.“ 

OB Reiter regt Fahrdienst an

Das sieht offenbar auch der Oberbürgermeister so. Mit den Betroffenen soll das Sozialreferat daher den Bedarf für einen Fahrdienst klären und sich ein Konzept überlegen. Pressesprecherin Edith Petry meinte, dass das eventuell die Aubinger Nachbarschaftshilfe übernehmen könnte. Die Finanzierung sei noch offen. 

Auch anderswo sorgt die Schließung von Supermärkten für Unruhe.

Andreas Schwarzbauer

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