Polizeichef klärt auf

Drogen-Aufgriffe extrem gestiegen

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Pasings Polizeichef Peter Löffelmann klärt über Verstöße in seinem Gebiet auf 

Körperverletzung, Einbrüche und Rauschgift: Peter Löffelmann klärt über Verstöße in seinem Gebiet auf 

Die Beamten der Polizeiinspektion 45 staunten nicht schlecht, als sie einen Schüler während seiner Fahrstunde angehalten haben und bei der Kontrolle feststellten, dass der junge Mann unter Drogen stand. „Der Fahrlehrer hatte wohl nichts gemerkt“, sagte Inspektionsleiter Peter Löffelmann (Foto) während seines Berichts in der Aubinger Bürgerversammlung. „Aber es passt ins Bild, dass in unserem Bereich – der Pasing, Obermenzing, Aubing, Lochhausen , Langwied und Freiham umfasst – die Rauschgiftdelikte um 40 Prozent angestiegen sind.“

Insgesamt wurden 354 Drogenaufgriffe im Gebiet im Jahr 2015 gemacht. Die Beamten stellten 2,46 Kilogramm Marihuana, 2,04 Kilogramm Kokain, 1,04 Kilogramm Heroin, 155,2 Gramm Amphetamine, 145,60 Gramm Haschisch, 113,6 Gramm synthetische Stoffe, 65,5 Tabletten wie Ecstasy oder LSD und 52 Joints sicher. „Rauschgiftdelikte an Schulen waren erfreulicherweise eine absolute Seltenheit“, erklärte Löffelmann. Welche Straftaten im Gebiet allerdings zurückgegangen sind und wo es immer noch Brennpunkte gibt, lesen Sie unten in den Kästen.

Marie-Anne Hollenz

Einbrüche:

Positive Zahlen meldet die Polizei bei Wohnungseinbruch. Im gesamten Inspektionsbereich sind diese von 91 im Jahr 2014 auf 68 im Jahr 2015 zurückgegangen. Im Stadtbezirk 22 waren es sogar nur 30. Ein Rückgang um 45,5 Prozent.

Schwere Zeiten für Kleingärtner:

„Achtung Kleingärtner“, hieß es laut Pasings Polizeichef Peter Löffelmann vergangenes Jahr im Gebiet der Inspektion 45. „Es ist schon fast ein historischer Wert: 121 Einbrüche haben wir in den grüne Wohnzimmern in unserem Bereich gezählt.“ Zum Vergleich: die durchschnittlichen Fallzahlen aus den letzten Jahren lagen bei 20 bis 30 Delikten. „Das Unwort 2015 war damit schnell gefunden: Gartenhaus“, sagt Löffelmann. Die Engelburg – eine Kleingartenanlage am Westkreuz – war mit 30 Delikten am stärksten belastet, gefolgt von der an der Paosostraße in Pasing mit drei Einbrüchen. „Setzt man jedoch die derzeit 1339 Gartenhäuser im Inspektionsbereich dazu in Relation, so ist es ,nur ein Anteil von neun Prozent“, sagt Löffelmann.

Körperverletzung:

Keine Entspannung war 2015 bei vorsätzlichen Körperverletzungen festzustellen. „Alkohol ist dabei weiterhin der Aggressionsverstärker und Katalysator Nummer eins“, sagt Löffelmann. Die Fallzahlen erhöhten sich auf 203 – ein Plus von 17 Delikten zum Vorjahr 2014. Einen großen Anteil hatte die häuslichen Gewalt, was auch die hohe Aufklärungsquote von 95 Prozent erklärt.

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