BA-Chef zu Baustellen, Großprojekten und Verkehr

Große Herausforderungen im Westen

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Sebastian Kriesel (CSU), der Chef des örtlichen Bezirksausschusses (BA)
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Die Grundschule am Freihamer Weg wird wohl zum Herbst neu eröffnen.
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Ortskern mit Kirche in Aubing
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Das Paul-Ottmann-Ladenzentrum am Westkreuz soll dieses Jahr modernisiert werden.
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Kirche in Lochhausen
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Ortskern Langwied
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In Neuaubing soll ja ein neuer Quartiersplatz an der Wiesentfelser Straße entstehen.

Was sich 2017 in Aubing, Neuaubing, Lochhausen, Langwied, Freiham und am Westkreuz ändert, erfahren Sie hier.

Ein Thema taucht im Münchner Westen immer auf, wenn es um Veränderungen geht: Freiham. Klar, der neu entstehende Stadtteil wird auch 2017 eine Rolle spielen. Doch es gibt noch andere Projekte, die nun im Stadtbezirk Aubing-Lochhausen-Langwied anstehen. Welche, das verrät Sebastian Kriesel von der CSU, der Chef des örtlichen Bezirksausschusses (BA).

Herr Kriesel, welche Themen werden Ihren Stadtbezirk im neuen Jahr am meisten beschäftigen?

Das dürften die Bereiche Bauen und Verkehr sein.

Was genau ist jeweils geplant?

Fangen wir mit der Bebauung an. In diesem Jahr, voraussichtlich im September, werden die zwei neuen Grundschulen in Freiham eröffnet, am Freihamer Weg und an der Verlängerung der Wiesentfelser Straße. Zudem sollen die Arbeiten am Bildungscampus in Freiham starten, der zum Schuljahr 2019/20 eröffnen soll.

In Freiham soll man aber nicht nur lernen, sondern auch leben können.

Richtig. Dort stehen deshalb nun auch die ersten Spatenstiche für die Wohnbebauung an. Los geht es im Laufe dieses Jahres in Freiham-Mitte, etwas westlich der Verlängerung der Wiesentfelser Straße. 25 000 Menschen sollen einmal in Freiham zu Hause sein, die ersten werden wohl 2018 dort hinziehen. Unter anderem dadurch wächst unser Stadtbezirk bis 2030 wahrscheinlich um 60 Prozent – bei aktuell 42 000 Einwohnern. Das ist in München absolute Spitze.

Welche Herausforderungen ergeben sich dadurch?

Große. Sowohl die neuen Bewohner als auch die Bestandsbevölkerung müssen in die Planungen für das neue Quartier einbezogen werden. Ganz wichtig ist es dabei, für eine ausreichende Infrastruktur zu sorgen. Und damit kommen wir zum Punkt Verkehr.

Was steht da 2017 an?

Im Frühjahr gibt es einen Workshop für die Bürger zur Verkehrsanbindung von Freiham an Aubing über den Germeringer Weg. Darüber hinaus muss Freiham an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen werden, am besten per U-Bahn-Verlängerung über Pasing und das Westkreuz. Und wo wir gerade bei den Bahnen sind: Die S-Bahn S4 ist jetzt schon voll ausgelastet. Dass sie dabei helfen kann, Freiham zu erschließen, ist deswegen fraglich. Darüber müssen wir 2017 mit den zuständigen Stellen genauso reden wie darüber, dass der Bahnhof Aubing endlich barrierefrei gestaltet wird.

Nicht weit davon, an der Ubostraße, steht das Kulturzentrum UBO 9, das derzeit renoviert wird. Wie ist da der Stand der Dinge?

Die Arbeiten befinden sich auf der Zielgeraden. Das UBO 9 wurde für einen täglichen Kulturbetrieb ertüchtigt, es hat eine Toilette, eine Küche und eine Heizung bekommen. Die Eröffnung ist in Kürze geplant: für Freitag, 20. Januar.

Stehen auch in den anderen Ortsteilen Veränderungen an, in Neuaubing und am Westkreuz etwa?

Ja. In Neuaubing soll ja ein neuer Quartiers­platz an der Wiesentfelser Straße entstehen. Wie, das wollen die zuständigen Planer im Frühjahr dem BA vorstellen. Zudem wird es dieses Jahr Bauarbeiten am Paul-Ottmann-Ladenzentrum am Westkreuz geben. Das bekommt unter anderem Neubauten und barrierefreie Zugänge.

Und wie sieht’s in Langwied und Lochhausen aus?

Deren alte Dorfkerne sollen schöner werden, so wie übrigens auch der Alt-Aubings. Hierzu wird die Stadtverwaltung bald Vorschläge erarbeiten, die mit den Bürgern diskutiert werden. Noch ein Satz zu Lochhausen: Der Ort wird durch das Neubaugebiet an der Henschel- und Federseestraße sowie die Planungen an der Osterangerstraße und im Spatzenwinkel viele neue Bürger bekommen – und dadurch hoffentlich auch neue Nahversorger.
Christopher Beschnitt

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