Corona-Pandemie

Kein Hotspot: Aubings Viertelpolitiker kritisieren Corona-Statistik 

Der Bezirksausschuss Aubing-Lochhausen-Langwied kritisiert AOK-Studie über Corona-Erkrankungen als nicht repräsentativ.
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Der Bezirksausschuss Aubing-Lochhausen-Langwied kritisiert AOK-Studie über Krankschreibungen wegen Corona als nicht repräsentativ.

Zeitungsberichte über AOK-Studie erklären Aubing-Lochhausen-Langwied zum Corona-Brennpunkt. BA-Mitglieder empört

  • AOK-Studie erklärt Aubing zum Corona-Hotspot Münchens
  • Bezirksausschuss kritisiert Berichterstattung darüber
  • Das sagt die Stadt München

Aubing  - Als Corona-Hotspot Münchens bezeichneten einige Zeitungen Aubing-Lochhausen-Langwied. Die Viertelpolitiker aus dem Bezirksausschuss waren empört darüber. 

Zahlen der AOK-Studie über Krankmeldungen wegen Corona

Diese Aussagen seien unseriös und aufgebauscht. Grund für die Berichte war eine Studie der AOK, dass im 22. Stadtbezirk zwischen März und Mai 47 Menschen eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) wegen Corona erhielten. Damit hätten sich 0,75 Prozent der Erwerbstätigen aus dem Stadtbezirk, die bei der Krankenkasse AOK versichert sind, wegen Covid-19 krankgemeldet. Das sei der höchste Prozentsatz in München. 

„Ich finde, dass das nicht repräsentativ ist. Es geht nur um die AOK, alle anderen Krankenkassen sind außen vor“, kritisierte Manfred Spannagl (CSU). Auch BA-Chef Sebastian Kriesel (CSU, kl. Foto) meinte, dass die Zahlen keinerlei Aussagekraft hätten. 

Viertelpolitiker fordern Aufklärung von der Stadt

Brigitta Bacak (SPD) verwies darauf, dass es 16 Krankmeldungen in einem Monat seien. Der Stadtbezirk habe jedoch rund 50 000 Einwohner. „Da kann man doch nicht von einem Hotspot reden. Das ist absolut unseriös.“ Alice Beining (Grüne) erinnerte sich zudem, dass in dieser Phase eine AU bereits bei vagen Erkältungssymptomen und ohne persönliche Vorsprache erteilt wurde. 

Die Viertelpolitiker forderten deshalb Aufklärung von der Stadt, wie die Lage tatsächlich ist. Das Presse- und Informationsamt der Stadt kann auf Hallo-Nachfrage nicht bestätigen, dass der Münchner Westen ein Corona-Brennpunkt ist: Eine Aufschlüsselung der inzwischen mehr als 7000 Münchner Corona-Infizierten nach Stadtbezirken gebe es nämlich nicht.

Andreas Schwarzbauer

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