Planungen für den Dorfkern Aubing

Aubing: Streit um neues Feuerwehrhaus auf Areal an der Ubostraße

Die Garage der Feuerwehr auf dem Areal an der Ubostraße soll weichen, links davon ein größerer Neubau entstehen.
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Die Garage der Feuerwehr auf dem Areal an der Ubostraße soll weichen, links davon ein größerer Neubau entstehen.
  • Andreas Schwarzbauer
    VonAndreas Schwarzbauer
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Viel zu massiv, fehlende vorgärten: Scharfe Kritik an den Plänen für neues Feuerwehrhaus auf dem Areal zwischen Ubostraße und Aubinger Bahnhof 

Aubing - Erneut gibt es Ärger um das Areal zwischen Ubostraße und S-Bahnhof Aubing. Die Stadt will die gesamte Fläche neu gestalten und unter anderem einen Dorfplatz sowie Neubauten für das Technische Hilfswerk (THW) und die Freiwillige Feuerwehr Aubing bauen. Die Pläne für das Feuerwehrhaus, die Sebastian Loher von der Branddirektion bei der jüngsten BA-Sitzung vorstellte, sorgten für scharfe Kritik.

Größeres Feuerwehrhaus an der Ubostraße in Aubing geplant

Die Fahrzeughalle mit ihren drei Stellplätzen an der Ubostraße soll abgerissen und durch einen größeren Neubau im Süden ersetzt werden. Darin sollen im Erdgeschoss vier Einsatzfahrzeuge, Umkleiden, Lager, Toiletten und Duschen Platz finden. In einem Zwischengeschoss sind ein Archiv, ein Kraftraum und ein Büro geplant. Im Obergeschoss haben die Planer eine Küche, weitere Toiletten, einen Jugend-, einen Bereitschafts- und einen Schulungsraum vorgesehen.

Der Längsbau mit Satteldach soll sich fast bis zur Ubostraße erstrecken. Südlich davon ist ein neuer Dorfplatz geplant, nördlich die Ausfahrt für die Fahrzeuge sowie ein Hof mit Parkplätzen.

Das alte Feuerwehrhaus (gelb) auf dem Areal an der Ubostraße steht unter Denkmalschutz und soll zum Wohnhaus werden. Die Garage (links) reicht für die Belange der Feuerwehr nicht mehr aus.

Dagmar Mosch und Siegfried Liedl (beide Grüne) monierten, dass das Gebäude zu massiv sei. Liedl plädierte dafür, stattdessen das Bestandsgebäude zu erweitern. Loher sieht nicht viel Spielraum, um den Neubau zu verkleinern. „Es ist nichts dabei, an dem wir groß sparen könnten. Wenn wir schon so viel Geld ausgeben, sollen die Ehrenamtlichen gescheit arbeiten können.“ Eine Erweiterung könne man aber auch noch prüfen lassen.

Karin Binsteiner (Grüne) kritisierte, dass sich der Neubau nicht in die Umgebung, die unter Ensembleschutz steht, einfüge: „Es muss ein Vorgarten her, weil das den Charakter der Ubostraße ausmacht. So kann ich vom Denkmalschutz her nicht zustimmen.“ Kerstin Oertel vom Planungsreferat entgegnete, dass die Pläne derzeit von der Lokalbaukommission im Rahmen einer Bauvoranfrage geprüft würden – auch, ob es aus Denkmalschutzsicht zulässig sei. „Der Ensembleschutz ist sehr stark in München“, meinte sie.

Johannes Ney von der Bürgervereinigung Aubing erkundigte sich, warum das neue Feuerwehrhaus nicht in Freiham geplant werde. „Die Feuerwehr muss nicht im Ortskern auf dem Areal an der Ubostraße sein, sondern kann auch am Stadtrand oder im Gewerbegebiet sein.“ Loher entgegnete, dass die Aubinger Feuerwehr nach Aubing gehöre. „Wir werden einige Mitglieder verlieren, wenn wir sie hier herausreißen.“

Klaus Bichlmayer vom Förderverein „1000 Jahre Urkunde Aubing“ ärgerte sich, dass kein Bebauungsplan für das gesamte Areal an der Ubostraße aufgestellt und die Öffentlichkeit im Rahmen dessen angemessen beteiligt werde. Vielmehr würden alle Projekte einzeln geplant, obwohl sie einander beeinflussten. Oertel verwies auf die verschiedenen Zeitschienen: Der Dorfplatz solle schnellstmöglich kommen, die THW-Bauten nicht vor 2023, das Feuerwehrhaus frühestens 2026.

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